Neuer Rekord bei Cyberwährung Bitcoin steigt über 12.000 Dollar
Der Kurs des Bitcoin ist am Mittwoch erstmals über 12.000 Dollar gestiegen. Auf der bekannten Handelsplattform Bitstamp lag der Wert der Digitalwährung am Morgen zeitweise bei 12.345 Dollar. Damit setzt sich der rasante Anstieg in irrem Tempo fort: Erst vor einer Woche hatte der Bitcoin-Kurs die Marke von 10.000 Dollar überschritten, zu Jahresbeginn hatte er noch unter 1000 Dollar gelegen.
Bitcoin ist eine sogenannte Kryptowährung, die Geldtransaktionen unabhängig von Banken und Notenbanken machen soll (mehr zum Bitcoin lesen Sie hier). Inzwischen ist das digitale Geld allerdings zum Spekulationsobjekt geworden. Experten warnen angesichts des rasanten Kursanstiegs davor, dass der Bitcoin auch jederzeit wieder abstürzen könne. Anders als bei klassischen Währungen garantiert kein Staat und keine Notenbank für das Geld. Auch steht anders als etwa bei Aktien kein realer Wert hinter dem Bitcoin.
Zudem schwankt der Kurs extrem. Auf und Abs um ein Fünftel an einem Tag sind keine Seltenheit. Die Warnungen von Bankern und Notenbankern sind deutlich: Zuletzt bezeichnete der Chef des nordeuropäischen Bankkonzerns Nordea, Casper von Koskull, den Bitcoin als "absurde" Konstruktion, die jeder Logik widerspreche.
Das sehen viele Anleger offenbar anders. Eine Umfrage für SPIEGEL ONLINE zeigt, dass auch in Deutschland vor allem junge Leute auf die Cyberwährung setzten.
Ein Grund für den jüngsten Kursschub dürfte die baldige Einführung von Terminkontrakten auf Bitcoin sein - denn damit stößt die Digitalwährung ins traditionelle Finanzgeschäft vor.
Vergangenen Freitag hatte die US-Behörde CFTC diese sogenannten Bitcoin-Futures genehmigt. Die US-Börse CBOE will bereits Ende der Woche den ersten Future in den Handel bringen. Eine Woche später will der weltweit größte Börsenbetreiber, die Chicago Mercantile Exchange Group (CME) , folgen. Auch bei der japanischen Tokyo Financial Exchange wird über die Einführung eines Bitcoin-Futures nachgedacht.
Durch die Einführung der Futures werden Bitcoins für institutionelle Investoren deutlich besser handelbar. Mit Future-Kontrakten werden Rohstoffe oder Finanzprodukte zu einem vorab festgelegten Preis zu einem bestimmten künftigen Zeitpunkt gehandelt. Dadurch können sich Käufer und Verkäufer gegen mögliche Preisschwankungen absichern. Terminkontrakte können aber auch für Spekulationen auf künftige Kursentwicklungen genutzt werden.