März-Zahlen Umsätze in Modegeschäften um 60 Prozent eingebrochen
Menschenleere Rolltreppen einer Einkaufspassage in Leverkusen
Foto: Marius Becker/ dpaWegen der Coronavirus-Pandemie sind Menschen in Deutschland angehalten, zu Hause zu bleiben. Geschäfte haben geschlossen. Das hat massive Auswirkungen auf den Modehandel in den Einkaufsstraßen: Einer Branchenumfrage des Fachmagazins "Textilwirtschaft" zufolge sind die März-Umsätze im Vergleich zum Vorjahresmonat um 60 Prozent eingebrochen. Insgesamt summierten sich die Umsatzeinbußen im stationären Modehandel demnach im ersten Quartal auf 26 Prozent.
Dabei machte sich nicht nur bemerkbar, dass im März aufgrund der angeordneten Ladenschließungen je nach Bundesland elf oder sogar zwölf Verkaufstage fehlten. Bereits in den ersten beiden Wochen des Monats lagen die Kundenfrequenzen deutlich unter dem Vorjahresniveau. Bereits im Januar und Februar war die Umsatzentwicklung rückläufig. Die Coronakrise traf den stationären Modehandel also in einer ohnehin schwierigen Phase. Allerdings waren die Einbußen mit minus zwei und minus fünf Prozent noch vergleichsweise überschaubar.
Auch Onlinehandel leidet
Aber nicht nur der stationäre Handel ist betroffen: Auch ein Großteil der Onlinehändler leidet massiv unter den Auswirkungen der Pandemie. Insgesamt lagen die E-Commerce-Umsätze dem Bundesverband E-Commerce und Versandhandel (BEVH) zufolge im März um fast 20 Prozent unter dem Vorjahresniveau. "E-Commerce ist heute ein normaler Einkaufskanal. Deshalb wirkt sich solch eine Krise in der Konsumstimmung voll auf unsere Branche aus", sagte BEVH-Präsident Gero Furchheim.
Drastische Umsatzeinbrüche gab es laut der Umfrage des Verbandes im März vor allem im Onlinehandel mit Mode, Schuhen, Elektronikartikeln, Computern und Büchern. "Einzig die Kategorien, die auch im Einzelhandel stark nachgefragt wurden, konnten zum Teil deutliche Zuwächse verzeichnen: Lebensmittel, Drogeriewaren, Medikamente und Do-it-yourself- beziehungsweise Baumarktsortimente", teilte der Verband mit.