Konkurrenz durch Fernbusse Deutsche Bahn verzichtet auf Preiserhöhung
Bahn-Mitarbeiterin, Intercity in Düsseldorf: Stabile Preise
Foto: PATRIK STOLLARZ/ AFPDie Deutsche Bahn will in diesem Jahr im zweiten Jahr in Folge darauf verzichten, die Ticketpreise in der zweiten Klasse anzuheben. Auch Fahrkarten in der ersten Klasse sollen sich nicht verteuern, teilte der Konzern mit. Zunächst hatte die "Süddeutsche Zeitung" ("SZ") über die Pläne berichtet.
"Die Preise im Fernverkehr bleiben in der ersten und zweiten Klasse stabil. Wir verzichten in diesem Jahr auf eine Preiserhöhung - übrigens trotz erheblich gestiegener Kosten", sagte Bahn-Chef Rüdiger Grube der Zeitung.
Unverändert bleiben auch die Preise der BahnCards und die Sparpreise ab 29 Euro, kündigte Personenverkehrsvorstand Berthold Huber an. Gestrichen werden die Reservierungspflicht und der Aufpreis in ICE-Sprinter-Zügen.
90 Prozent der Tickets behalten ihren Preis, heißt es. Teurer werden nur Fahrten über die Neubaustrecke Erfurt-Halle/Leipzig, für die Fahrgäste bis zu sieben Euro mehr ausgeben müssen.
Mittels der Preispolitik reagiert die Bahn weiter auf den Konkurrenzdruck durch die Fernbusse. Nach SPIEGEL-ONLINE-Informationen verlor der Konzern allein 2013 rund 40 Millionen Euro Umsatz an die Rivalen. Bahn-Chef Grube verlangte kürzlich eine Maut für Fernbus-Anbieter.
Wegen der wachsenden Bus-Konkurrenz hatte die Bahn bereits im vergangenen Jahr in der zweiten Klasse von einer Preiserhöhung zum Fahrplanwechsel abgesehen. Tickets in der ersten Klasse wurden 2,9 Prozent teurer, dort sind seither aber die Reservierung und im ICE ist der WLAN-Zugang inklusive.