Zeitungsbericht Post plant Briefporto von 70 Cent
Mitarbeiter der Post (Archivbild): Porto für Standardbrief soll teurer werden
Foto: Oliver Berg/ picture alliance / dpaDreimal in Folge hat die Deutsche Post in den vergangenen Jahren das Briefporto angehoben - von 55 auf 58, dann auf 60 und zuletzt auf 62 Cent. Nun steht offenbar die nächste Preiserhöhung an. Die Post wolle für einen Standardbrief künftig 70 Cent berechnen, berichtet die "Bild". Dies entspräche einem Plus von 13 Prozent.
Laut der Zeitung verwies der Konzern auf eine noch ausstehende Entscheidung der Bundesnetzagentur "über die künftigen Rahmenbedingungen der Preisgestaltung". Die Behörde muss Preisanpassungen im Briefbereich genehmigen.
Die Post teilte am Dienstag mit, noch nicht über eine Erhöhung entschieden zu haben. "Wir haben keinen Preisantrag gestellt", sagte ein Sprecher. "Wir können das nicht bestätigen", fügte er mit Bezug auf die 70 Cent hinzu. Laut "Bild" soll die neue 70-Cent-Briefmarke allerdings bereits millionenfach gedruckt worden sein.
Bislang hatten sich Preisanpassungen an einem Beschluss der Bundesnetzagentur aus dem Jahr 2013 orientiert. Darin wurden Zuschläge auf das Briefporto für mehrere Jahre nach oben gekappt.
Im April hatte die Bundesregierung jedoch die Vorschriften zur Ermittlung der Maßgrößen für die Preisfestsetzung angepasst. Sie will dem regulierten Unternehmen eine höhere Umsatzrendite zugestehen. Dadurch wurden die Spielräume für Preisänderungen erhöht. Zuletzt hatte die Post den Preis für Standardbriefe Anfang 2015 angehoben.