Eurozone: Verbraucherpreise fallen auch im Mai - DER SPIEGEL
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Eurozone Verbraucherpreise fallen im Mai

Der Rückgang war nicht so stark wie im Vormonat - dennoch sind die Verbraucherpreise im Mai erneut gefallen. Während Energie billig blieb, verteuerten sich in der Eurozone vor allem Dienstleistungen.
Supermarktkasse
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Foto: Daniel Roland/ AP
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Im Mai sind die Verbraucherpreise in der Eurozone weniger stark gefallen als im Vormonat. Der nach europäischer Methode errechnete Verbraucherpreisindex (HVPI) sei im Jahresvergleich um 0,1 Prozent gesunken, teilte das Statistikamt Eurostat nach einer ersten Schätzung mit. Im April hatte die Jahresinflationsrate noch bei minus 0,2 Prozent gelegen.

Erneut drückten die im Jahresvergleich deutlich gefallenen Energiepreise die Lebenshaltungskosten. Energie kostete 8,1 Prozent weniger als im Mai 2015. Im Vormonat waren die Preise um 8,7 Prozent gesunken. Dienstleistungen verteuerten sich hingegen um 1,0 Prozent. Für Lebensmittel, Alkohol und Tabak mussten die Verbraucher 0,8 Prozent mehr zahlen.

Die Kernrate der Inflation, ohne die schwankungsanfälligen Preise für Energie, Nahrungs- und Genussmittel, legte zu. Sie stieg von 0,7 Prozent im Vormonat auf 0,8 Prozent.

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Gefährlicher Preisverfall: Wie Deflation entsteht

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Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt als Idealwert für die Wirtschaft eine Inflationsrate von knapp zwei Prozent an. Im Kampf gegen eine Deflation - einem für die Wirtschaft schädlichen Preisverfall auf breiter Front - hat die EZB im März ihre Geldpolitik erneut gelockert.

Der Leitzins wurde auf null gesetzt, die Strafgebühren für die bei ihr geparkten Einlagen der Banken erhöht und der Kauf von Wertpapieren ausgedehnt. Damit sollen Anleihenmärkte für Banken unattraktiver werden, sie sollen das Geld stattdessen als Kredite vergeben. Das soll die Konjunktur ankurbeln und die Inflation nach oben treiben.

brt/Reuters/dpa