Flugbegleiter bei Lufthansa streiken ab Donnerstag - DER SPIEGEL
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Tarifkampf bei der Lufthansa Flugbegleiter streiken frühestens Donnerstag

Der Arbeitskampf bei der Lufthansa beginnt am Donnerstag: Die Gewerkschaft Ufo will einzelne Flughäfen für mehrere Stunden lahmlegen. Genaue Details will sie erst kurz vorher bekanntgeben.
Streikposten der Flugbegleitergewerkschaft: "Angebot der Lufthansa war Mogelpackung"
Streikposten der Flugbegleitergewerkschaft: "Angebot der Lufthansa war Mogelpackung"

Streikposten der Flugbegleitergewerkschaft: "Angebot der Lufthansa war Mogelpackung"

Foto: dapd
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Berlin - Kunden der Lufthansa müssen sich ab Donnerstag auf Behinderungen einstellen. Einzelne Flughäfen würden nach dem Scheitern der Tarifverhandlungen mit mehrstündigen Ausständen belegt, sagte der Vorsitzende der Flugbegleitergewerkschaft Ufo, Nicoley Baublies, im ARD-"Morgenmagazin". Ausgerechnet zum Ende der Ferienzeit kommt es damit zu Behinderungen.

Am Mittwoch wird es nach seinen Worten aber definitiv keinen Ausstand geben. Frühestens Donnerstag ist ein Streik demnach möglich, vielleicht auch erst später. Wo und wann gestreikt wird, sagte Baublies nicht. Die Maßnahmen sollen erst wenige Stunden vor Beginn der Ausstände bekanntgegeben werden. In der Vergangenheit konzentrierte sich streikendes Luftpersonal aber meist zunächst auf die großen Drehkreuze, im Falle der Lufthansa wäre das zum Beispiel Frankfurt am Main.

In der Nacht zum Dienstag waren langwierige, am Donnerstag vergangener Woche begonnene Verhandlungen gescheitert. Ufo fordert eine Lohnsteigerung von fünf Prozent, bessere Einstiegsgehälter und eine deutliche Gewinnbeteiligung.

Die Lufthansa will dagegen ihre Personalkosten drücken. Deren Anteil an den Gesamtausgaben ist mit 22 Prozent höher als bei der Konkurrenz. Der Konzern will, dass das Bordpersonal mehr Flüge absolviert; die oberen Gehaltsstufen sollten abgesenkt werden, die Sondervergütung für Überstunden gesenkt. Neueingestellte Beschäftigte sollten weniger verdienen. Der Konzern ist aber nach eigenen Angaben bereit, auf befristete Verträge und den Einsatz von Leiharbeitern zu verzichten.

Ufo und Lufthansa wiesen sich gegenseitig die Verantwortung für das Scheitern der Verhandlungen zu. Die Gewerkschaft Ufo stellt sich nun auf einen mehrwöchigen Konflikt ein. Der Lufthansa drohen Millionenschäden.

Ufo vertritt gegenüber den Fluglinien rund 36.000 Beschäftigte. Allein bei der Lufthansa arbeiten 19.000 Stewardessen und Stewards. Schätzungen zufolge sind zwei Drittel von ihnen bei der Gewerkschaft Ufo registriert.

ssu/dpa/dapd