Fünf-Pfund-Note: 125.000 Briten wollen Geld ohne Tierfett - DER SPIEGEL
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Briten protestieren gegen neue Fünf-Pfund-Note Tierfett im Geldschein? Disgusting!

Die neue Fünf-Pfund-Note verärgert Zehntausende Briten: Die jüngst präsentierten Geldscheine enthalten tierisches Fett. 125.000 Menschen unterzeichneten eine Petition gegen die Noten, ein Café verweigert die Annahme.
Neue Fünf-Pfund-Note
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Neue Fünf-Pfund-Note

Foto: Boe/ dpa
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Im September hatte die britische Notenbank stolz ihre neuen Fünf-Pfund-Noten aus Kunststoff in Umlauf gebracht: fälschungssicherer, sauberer und mit längerer Lebensdauer. Diese neuen Eigenschaften haben die Geldscheine unter anderem deshalb, weil sie tierische Fette enthalten. Als das bekannt wurde, forderten Veganer, Vegetarier und verschiedene Religionsgemeinschaften in Großbritannien, den Talg zu verbannen.

Mehr als 125.000 Menschen haben bereits eine entsprechende Online-Petition unterschrieben. "Wir verlangen, dass Sie aufhören, tierische Produkte für die Herstellung der Währung zu verwenden, die wir nutzen müssen", heißt es in dem Text.

Die Besitzerin eines vegetarischen Cafés in Cambridge verweigert mittlerweile die Annahme der Geldscheine. Britischen Medienberichten zufolge erhielt sie deshalb Drohungen in sozialen Netzwerken. Demnach wird ihr vorgeworfen, das Thema für einen Marketinggag zu benutzen, dabei begrüßten ihre Gäste die Entscheidung, sagte die Frau. Sie betreibt das Café in dem Universitätsstädtchen seit fast 30 Jahren.

Nach Angaben der Bank of England befindet sich tatsächlich "eine Spur von Talg" in den Scheinen - der Stoff werde allerdings auch bei der Produktion von Kerzen und Seife verwendet. Man wolle aber nach Lösungsmöglichkeiten suchen.

Im Video: Neue Fünf-Pfund-Note - Briten zahlen künftig mit Plastikgeld

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Die Firma Innovia, die den Kunststoff für die Scheine liefert, teilte mit, man verwende wissentlich grundsätzlich keine tierischen Produkte. Ob sich tatsächlich eine geringe Menge Talg in dem zugekauften Rohmaterial für den Kunststoff befinde, solle eine Untersuchung zeigen. Man sei offen dafür, einen nicht-tierischen Ersatzstoff zu verwenden, der dieselben Eigenschaften garantiere. Das werde aber sicherlich "nicht über Nacht" zu bewältigen sein, sagte eine Sprecherin.

nck/dpa