Geldabheben am Automaten: Bundesbank fordert transparente Gebühren - DER SPIEGEL
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Geldabheben am Automaten Bundesbank fordert transparente Gebühren

Jetzt mischt sich die Bundesbank in den Streit um die Gebühren an Geldautomaten ein: Vorstand Fabritius fordert mehr Transparenz für die Kunden. Bargeld zum Nulltarif schließt er allerdings aus - das Befüllen der Automaten sei schließlich teuer.
Geldabheben am Automaten: Gebühren bis zu zehn Euro
Geldabheben am Automaten: Gebühren bis zu zehn Euro

Geldabheben am Automaten: Gebühren bis zu zehn Euro

Foto: epa Peter Hudec/ picture-alliance/ dpa
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Frankfurt - Bundesbankvorstand Hans Georg Fabritius hat sich in den Streit um die Gebühren an Geldautomaten eingeschaltet. Er fordert von Banken vor allem mehr Klarheit: "Der Kunde sollte am Automaten sehen, welche Gebühren er zahlen muss", sagte der für Bargeld zuständige Vorstand der Notenbank der "Süddeutschen Zeitung". Er begrüße die aktuellen Anstrengungen der Kreditwirtschaft, zu mehr Transparenz zu kommen.

Nach den Plänen der Banken sollen Kunden, die an einem Geldautomaten anderer Institute abheben, vorerst nicht mehr als fünf Euro zahlen. Die privaten Banken sind sogar der Ansicht, dass der Maximalbetrag "eher bei zwei als bei fünf Euro liegen" sollte.

Nach einer Untersuchung der Finanzberatung FMH sind die Gebühren für Kunden an fremden Geldautomaten im vergangenen halben Jahr um 13 Prozent auf durchschnittlich 5,64 Euro pro Auszahlung gestiegen. Einzelne Banken verlangten sogar zehn Euro, wenn sich Kunden nicht bei ihrer Hausbank oder einem Institut des gleichen Automatenverbunds mit Bargeld versorgen.

Fabritius, dessen Vertrag bei der Bundesbank Ende April ausläuft, stellte allerdings klar: "Bargeld gibt es nicht zum Nulltarif." Bearbeitung und Logistik seien beispielsweise für Banken und Handel mit erheblichen Kosten verbunden. "Das Befüllen der Automaten und ihre Sicherung kostet Geld, das muss der Kunde bedenken." Bei der Deutschen Bundesbank entfallen nach seinen Angaben etwa 60 Prozent der Kosten auf das Segment Bargeld: 2009 waren es fast 550 Millionen Euro.

lgr/dpa