Geldanlage: Verbraucherschützer will Online-Pranger für Falschberatung - DER SPIEGEL
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Geldanlage Verbraucherschützer fordern Pranger für schlechte Finanzberatung

Mit einer Online-Meldestelle will Deutschlands oberster Verbraucherschützer Anleger vor Falschberatung im Finanzbereich schützen. Das Modell eines Internet-Prangers gibt es bei Lebensmitteln bereits.
VZBV-Chef Müller: Verbraucher schützen "bevor der Schaden eintritt"
VZBV-Chef Müller: Verbraucher schützen "bevor der Schaden eintritt"

VZBV-Chef Müller: Verbraucher schützen "bevor der Schaden eintritt"

Foto: Daniel Naupold/ dpa
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Berlin - Wer bei der Geldanlage nachweislich falsch beraten wurde, soll dies nach Meinung des Verbraucherzentrale Bundesverbands (VZBV) künftig auf einer speziellen Online-Plattform öffentlich machen können. VZBV-Chef Klaus Müller schlägt eine solche Meldestelle im Internet nach dem Vorbild des Portals lebensmittelklarheit.de vor.

"Die Bürger wollen sich im Internet informieren, von den Erfahrungen anderer Anleger profitieren", sagte Müller der "Bild"-Zeitung. Ziel sei mehr Schutz der Verbraucher "bevor der Schaden eintritt".

Nach dem Vorbild des Internetportals lebensmittelklarheit.de könnten Verbraucher bei einer speziellen Meldestelle für Geldanlage Falschberatungen melden. Die Verbraucherzentralen würden den Fall prüfen und dann im Internet veröffentlichen, schlug Müller vor.

Das Portal lebensmittelklarheit.de gibt es seit Juli 2011. Verbraucher können dort Produkte melden, bei denen sie sich aufgrund der Produktverpackungen getäuscht fühlen. Die Portalbetreiber holen nach einer Prüfung der Angaben der Verbraucher Stellungnahmen der betroffenen Unternehmen ein. Nach der Prüfung werden die Ergebnisse dann auf der Internetseite veröffentlicht. Das Portal wird vom Verbraucherzentrale Bundesverband und der Verbraucherzentrale Hessen betrieben.

mmq/AFP