Umstrittene Geldanlage Goldpreis erreicht historisches Rekordhoch
Die Rekordjagd beim Gold geht weiter: Am Freitag markierte der Preis für das gelbe Edelmetall den vierten Tag in Folge einen historischen Höchststand. Eine Feinunze (rund 31,1 Gramm) kostete an der Börse in London in der Spitze 2185 US-Dollar und damit so viel wie nie zuvor. Der Rekord vom Vortag wurde um etwa 21 Dollar übertroffen.
Getrieben wird der Goldpreis vor allem durch die Spekulation auf sinkende Leitzinsen in den USA und der Eurozone. Die Spekulationen erhielten am Freitag neue Nahrung durch Zahlen vom US-Arbeitsmarkt: Die Arbeitslosigkeit stieg im Februar deutlich an, während sich der Lohnauftrieb abschwächte. Beides spricht für absehbare Zinssenkungen durch die Notenbank Federal Reserve. Auch die Europäische Zentralbank (EZB) steuert auf niedrigere Zinsen zu, wie zahlreiche Redner am Freitag andeuteten.
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meinung meinung •Wertanlage in der Krise: Vergessen Sie Gold! Eine Kolumne von Hermann-Josef Tenhagen
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Sinken die Zinsen, tritt ein Nachteil der zinslosen Goldanlage ein Stück weit in den Hintergrund. Gefragt ist das als Krisenwährung geltende Gold auch wegen zahlreicher geopolitischer Risiken wie den Kriegen in der Ukraine und Gaza. Als dritter Faktor, der für steigende Goldpreise spricht, gilt die beständig hohe Nachfrage seitens einiger großer Zentralbanken, darunter insbesondere China.
Gold gilt auch bei vielen Privatanlegern als »wertsichere« Krisenanlage. Das positive Image des Edelmetalls speist sich dabei in Teilen stärker aus dem Mythos des Goldes als durch tatsächliche Vorteile. So weist der Goldpreis kaum weniger drastische Wertschwankungen auf als Aktienkurse. Für Anleger, die in einer solchen Schwächephase ihr Gold verkaufen müssen, ist das Edelmetall keine wertstabile Anlage.
Das Portal »Finanztip« weist zudem darauf hin, dass Gold häufig über längere Zeiträume deutlich geringere Renditen abwirft als Investitionen etwa in breit gestreute Indexfonds. Diese werden ETFs genannt. Mehr dazu erfahren Sie hier .