Inflation in Eurozone: Dreijahreshoch wegen steigendem Ölpreis - DER SPIEGEL
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Eurozone Ölpreis treibt Inflation auf höchsten Stand seit 2013

Miese Aussichten für Verbraucher: Die Preise in der Eurozone sind Ende 2016 kräftig gestiegen. Die Zinsen werden trotzdem noch lange niedrig bleiben.
Supermarkt in London
Supermarkt in London

Supermarkt in London

Foto: © Suzanne Plunkett / Reuters/ REUTERS
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Die Inflation im Euroraum hat im Dezember deutlich angezogen. Wie das Statistikamt Eurostat am Mittwoch mitteilte, lagen die Verbraucherpreise 1,1 Prozent höher als vor einem Jahr. Es ist die höchste Inflationsrate seit September 2013. Auch in Deutschland war die Inflationsrate im Dezember auf 1,7 Prozent gestiegen.

Mit dem jüngsten Preisanstieg nähert sich die Inflation der Zielmarke der Europäischen Zentralbank (EZB) zumindest ein Stück weit an. Die EZB strebt für den Euroraum eine Inflationsrate von knapp zwei Prozent an, die sie seit aber etwa drei Jahren nicht mehr erreicht hat.

Die Notenbank hat ihre Geldpolitik deshalb in den vergangenen Jahren stark gelockert. Bereits seit Januar 2015 kauft Europas Notenbank Staats- und Unternehmensanleihen auf, um die Wirtschaft zu stützen. (Warum sie das macht, und wie genau das funktioniert, erfahren Sie in folgendem Erklär-Comic.) Das Programm soll noch bis mindestens Ende Dezember 2017 laufen.

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Erklär-Comic: Warum die EZB massenhaft Staatsanleihen kauft

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Der abrupte Anstieg der Verbraucherpreise im Dezember hat aber nur wenig mit der Geldpolitik der EZB zu tun. Er hängt vor allem mit den höheren Energiepreisen zusammen. Seit sich Anfang Dezember mehr als 20 Staaten verpflichtet haben, ihre Ölförderung zu kürzen, sind die Preise für die wichtigen Sorten Brent und WTI deutlich in die Höhe geschnellt.

"Von einem spürbaren Preisauftrieb auf breiter Front kann bisher keine Rede sein", sagt Holger Sandte, Markoökonom bei der Nordea-Bank. Die sogenannte Kerninflationsrate, die die Verbraucherpreise ohne Energie- und Nahrungsmittelkosten abbildet, habe sich dagegen "nur langsam nach oben bewegt". Sie stieg im Dezember von 0,8 auf 0,9 Prozent. Solange die Kerninflationsrate nicht stark anziehe, "wird die EZB an ihrem expansiven Kurs festhalten", sagte Sandte.

ssu/fdi/AFP/dpa/Reuters