Inflation: Preise steigen in der Eurozone weiter langsam - DER SPIEGEL
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Eurozone Verbraucherpreise steigen langsam weiter

Die Verbraucherpreise in den Ländern der Eurozone sind im Juni erneut nur leicht gestiegen - allerdings nicht in allen Bereichen: Energie, Lebensmittel und Dienstleistungen haben sich deutlicher verteuert.
Supermarkt in Brüssel: Preise für verarbeitete Lebensmittel steigen überdurchschnittlich
Supermarkt in Brüssel: Preise für verarbeitete Lebensmittel steigen überdurchschnittlich

Supermarkt in Brüssel: Preise für verarbeitete Lebensmittel steigen überdurchschnittlich

Foto: © Eric Vidal / Reuters/ REUTERS
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Die Inflation in der Eurozone ist im Juni mit 1,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat unverändert geblieben. Bereits im Mai waren die Verbraucherpreise im gemeinsamen Währungsraum mit der gleichen Rate gestiegen. Damit wurde das Ziel der Europäischen Zentralbank (EZB) erneut verfehlt, die eine Inflationsrate von knapp unter zwei Prozent anstrebt. Das geht aus der ersten Schätzung der europäischen Statistikbehörde Eurostat  hervor.

Allerdings entwickelten sich die Preise im Vergleich zum Juni 2018 für verschiedene Waren und Dienstleistungen recht unterschiedlich. Industriegüter verteuerten sich lediglich um 0,2 Prozent, auch unverarbeitete Lebensmittel kosteten nur 0,8 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Im Gegensatz dazu stiegen die Preise für verarbeitete Lebensmittel, Alkohol und Tabak um 1,9 Prozent und damit überdurchschnittlich. Auch Energie und Dienstleistungen verteuerten sich mit 1,6 Prozent verhältnismäßig stark. Was die Energiepreise betrifft, ging die Steigerung im Vergleich zu den Vormonaten deutlich zurück - im April und Mai lag diese noch bei 5,3 beziehungsweise 3,8 Prozent.

Die niedrige Inflationsrate macht eine Wende der EZB-Politik des billigen Geldes für die kommender Zeit extrem unwahrscheinlich. Die Zentralbank-Volkswirte hatten bereits im März die Prognose für die Inflation im gesamten Jahr 2019 von 1,6 auf 1,2 Prozent gesenkt. Zuletzt hatte die EZB mitgeteilt, sie werde angesichts der mauen Aussichten für da Wirtschaftswachstum in der Eurozone die Leitzinsen bis mindestens Mitte des kommenden Jahres auf dem derzeitigen niedrigen Niveau halten.

fdi