Inflation: Verbraucherpreise steigen um 2,3 Prozent - DER SPIEGEL
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Inflation Verbraucherpreise steigen um 2,3 Prozent

Benzin, Strom und Gas werden teurer - und halten die Inflation in Deutschland hoch. Im Juni lag die Teuerungsrate unverändert bei 2,3 Prozent. Nach der Sommerpause könnte es noch schlimmer werden.
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Düsseldorf - Die Inflation in Deutschland bleibt hoch: Im Juni kosteten Waren und Dienstleistungen durchschnittlich 2,3 Prozent mehr als noch ein Jahr zuvor. Kräftig steigende Preise für Benzin, Heizöl, Strom und Gas hielten die Teuerungsrate den sechsten Monat in Folge über der Marke von zwei Prozent, teilte das Statistische Bundesamt mit. Jenseits dieser Grenze sieht die Europäische Zentralbank die Preisstabilität in Gefahr.

In weiten Teilen Deutschlands beschleunigte sich die Teuerung sogar wieder. In Nordrhein-Westfalen erhöhte sich die Inflationsrate von 2,3 auf 2,5 Prozent, in Hessen von 2,0 auf 2,1 Prozent und in Baden-Württemberg von 2,2 auf 2,3 Prozent.

Ausschlaggebend für den Preisanstieg war vor allem die Verteuerung von Mineralölprodukten. Deutlich niedriger fielen die Preissteigerungen mit einem Plus von rund 2,5 Prozent bei Nahrungsmitteln aus. Doch auch hier gab es Ausreißer: Vor allem Speisefette, Kaffee und Fruchtsäfte verteuerten sich im Jahresvergleich drastisch.

Einige Experten befürchten wegen des kräftigen Aufschwungs künftig noch schneller steigende Preise. "Die Inflationsrate wird spätestens nach der Sommerpause einen neuen Anlauf in Richtung drei Prozent machen", sagte der Deutschland-Chefvolkswirt von UniCredit, Andreas Rees. "Die Unternehmen nutzen mehr und mehr die Möglichkeit, gestiegene Kosten zunehmend auf ihre Kunden zu überwälzen."

Erst im April waren die Verbraucherpreise um 2,4 Prozent gestiegen - so kräftig wie seit zweieinhalb Jahren nicht mehr.

sar/dapd/Reuters