Konsumklima: Deutsche im Kaufrausch - DER SPIEGEL
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Konsumklima Deutsche im Kaufrausch

Kurz vor dem Weihnachtsfest sind die deutschen Verbraucher in bester Stimmung. Laut dem Marktforschungsunternehmen GfK soll sich die Konsumlaune auch 2018 fortsetzen.
Passanten in Stuttgart (Archiv)
Passanten in Stuttgart (Archiv)

Passanten in Stuttgart (Archiv)

Foto: Jan-Philipp Strobel/ picture alliance / dpa
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Die deutschen Verbraucher sind in bester Konsumlaune. Das Vertrauen in die boomende Wirtschaft sei weiter hoch, heißt es in der aktuellen Konsumklimastudie. Und um ihren Job machten sich die wenigsten Menschen Sorgen.

Die Experten des Nürnberger Marktforschungsunternehmens GfK sagen deshalb für Januar 2018 einen Anstieg des Konsumklimas zum Vormonat um 0,1 Zähler auf 10,8 Punkte voraus. Grundlage der Prognose ist ihre aktuelle Umfrage unter 2000 Bürgern.

"Die Konsumenten sind derzeit davon überzeugt, dass sich der anhaltende kräftige Aufschwung auch im kommenden Jahr fortsetzt", sagte GfK-Experte Rolf Bürkl. Die gescheiterten Jamaika-Sondierungen seien offenbar keine nachhaltige Belastung für die Stimmung.

Hohe Anschaffungsneigung

Die äußert sich laut GfK auch in der Bereitschaft der Bürger, sich teure Güter wie Möbel und Autos zuzulegen: Diese sogenannte Anschaffungsneigung sei "überaus stabil und auf einem exzellenten Niveau", sagte Bürkl.

Spürbar besser bewerteten Verbraucher ihre finanzielle Lage: Nach einer kurzen Delle legte die Einkommenserwartung im Dezember zu. Die Konsumenten gingen davon aus, dass die Wirtschaft auch in Zukunft auf Hochtouren läuft, sagte Bürkl. Demnach erreichte die Konjunkturerwartung im Dezember den höchsten Stand seit Juli 2014.

Risiken bleiben bestehen

Damit sei eine gute Basis für "ein überaus erfolgreiches Konsumjahr 2018" gelegt. Die Binnenkonjunktur werde auch künftig eine wichtige Säule der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung sein. Hinzu kommt, dass die Konsumenten mit steigenden Einkommen rechnen.

Dennoch blieben gewisse Risiken für das Konsumklima, vor allem aus dem Ausland. Der schleppende Verlauf der Brexit-Verhandlungen, protektionistische Tendenzen in der US-Handelspolitik sowie die Spannungen mit Nordkorea könnten die Konsumstimmung künftig beeinträchtigen.

brt/Reuters/dpa