Konsumklima: Händler stehen vor glänzendem Weihnachtsgeschäft - DER SPIEGEL
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Konsumklima Händler stehen vor glänzendem Weihnachtsgeschäft

Weniger Arbeitslose, höhere Löhne, stabile Preise: Der starke Aufschwung heizt die Kauflaune der Verbraucher an - der entsprechende GfK-Index klettert auf den höchsten Stand seit drei Jahren. Die Konsumforscher versprechen dem Handel nun einen Umsatz von 14 Milliarden Euro im Weihnachtsgeschäft.
Weihnachtsdeko in einem Einkaufszentrum (Archiv): Geschenke für 245 Euro geplant
Weihnachtsdeko in einem Einkaufszentrum (Archiv): Geschenke für 245 Euro geplant

Weihnachtsdeko in einem Einkaufszentrum (Archiv): Geschenke für 245 Euro geplant

Foto: A3512 Roland Weihrauch/ dpa
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Frankfurt am Main/Nürnberg - Genau so muss es sich der Einzelhandel ausgemalt haben: Kurz vor Weihnachten sind Verbraucher in Deutschland in bester Kauflaune. Der monatlich von den Konsumforschern der GfK ermittelte Index kletterte mit 5,5 Punkten auf den höchsten Stand seit Oktober 2007. Der Wert für November wurde von 4,9 auf 5,1 Punkte nach oben revidiert.

Die Konsumforscher rechnen nun mit einem glänzenden Weihnachtsgeschäft. In einer repräsentativen Umfrage der GfK äußerten rund 93 Prozent die Absicht, Weihnachtsgeschenke zu kaufen - im Schnitt für 245 Euro. Daraus ziehen die Forscher den Schluss, dass der Handel mit Umsätzen für Geschenke in Höhe von rund 14 Milliarden Euro rechnen kann.

Begehrt seien Bücher, Kleidung und Spielwaren. Während die Befragten in den alten Bundesländern im Schnitt 251 Euro für Geschenke ausgeben wollen, liegt der Durchschnittswert im Osten bei 224 Euro.

Laut GfK nähren die entspannte Lage am Arbeitsmarkt, stabile Preise sowie die Aussicht auf stärkere Lohnerhöhungen den Optimismus. "Wir sind nicht Weltmeister in der Anschaffungsneigung, aber wir sind immerhin die Optimisten Europas", sagte GfK-Chef Klaus Wübbenhorst am Dienstag. "Alle Voraussetzungen sind gegeben, dass 2011 ein gutes Konsumjahr wird: Wir denken, dass beim Konsumwachstum eine eins vor dem Komma nicht unrealistisch ist." Damit würde der private Konsum 2011 etwa doppelt so stark wachsen wie in diesem Jahr.

Terrorwarnungen und Schuldenkrise lassen Verbrauchern kalt

Aktuelle Daten zum Wirtschaftswachstum dürften die etwa 2000 Befragten nachträglich in ihrer Stimmung bestärkt haben. So bestätigte das Statistische Bundesamt am Dienstag, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im dritten Vierteljahr im Vergleich zum Vorquartal real um 0,7 Prozent zugelegt hat. Auf Jahressicht stieg das BIP preisbereinigt um 3,9 Prozent.

Auch die jüngsten Terrorwarnungen können den Verbrauchern offenbar nichts anhaben. "Momentan haben wir keine Anzeichen dafür, dass die Angst vor einem möglichen Terroranschlag auf die Konsumstimmung drücken wird", sagte GfK-Konsumforscher Rolf Bürkl. "Es kann aber natürlich sein, dass das hier und da für Verunsicherung sorgt."

Auch die Schuldenkrise in Euro-Staaten sieht die GfK aus Sicht deutscher Verbraucher gelassen: "Kurzfristig wird eine Krise in Irland oder anderen Ländern keine Auswirkungen auf das Weihnachtsgeschäft haben", befand GfK-Chef Wübbenhorst.

yes/dpa-AFX

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