Konsumklima: Verbraucher in Kauflaune - DER SPIEGEL
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Konsumklima Verbraucher in Kauflaune

Die Benzinpreise sind hoch, die Konjunktur in der Flaute - dennoch sind die deutschen Verbraucher bester Laune. Sie rechnen fest mit steigenden Gehältern. Der Konsumklimaindex steigt so hoch wie seit einem Jahr nicht mehr.
Shopping in München: Spaß am Einkaufen
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Foto: Marc Müller/ dpa
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Nürnberg - Deutschlands Verbraucher lassen sich auch von der schwächelnden Konjunktur die Laune nicht verderben; das Konsumklima in Deutschland sei derzeit so gut wie zuletzt vor einem Jahr, berichtete das Marktforschungsinstitut GfK am Dienstag. Das liege vor allem daran, dass viele Verbraucher hohe Erwartungen an die Einkommen hätten, heißt es in der GfK-Konsumklimastudie für Februar. Der Konsumklima-Index dürfte daher im März von 5,9 auf 6,0 steigen.

Viele Bundesbürger rechneten weiterhin mit steigenden Löhnen und Gehältern - und setzten dabei vor allem auf die anstehenden Tarifverhandlungen in vielen Branchen. Sie erwarteten, dass die Gehälter stärker wachsen als in der Vergangenheit. Entsprechend stark stieg der von den Marktforschern per Umfrage ermittelte Index - und zwar um 7,2 auf 41,3 Punkte.

In Bezug auf die Konjunktur seien die Verbraucher allerdings nicht mehr ganz so optimistisch wie vor einem Monat. Nach der Weihnachtspause seien für viele Verbraucher die Probleme rund um die Griechenland-Krise wieder stärker in den Blickpunkt gerückt.

"Die Bürger gewinnen offenbar den Eindruck, dass eine Erholung der deutschen Konjunktur nicht ganz so reibungslos verlaufen wird und angesichts der tiefen Schuldenkrise in Europa auch für Deutschland nicht zu unterschätzende Risiken bestehen", gibt die GfK zu bedenken. Der entsprechende Index büßte im Februar 1,6 Punkte ein, lag aber mit 5,9 Punkten immer doch deutlich über dem langjährigen Durchschnitt.

Auch zögerten Verbraucher inzwischen etwas stärker als im Vormonat mit größeren Anschaffungen, heißt es in der Konsumklimastudie. Im Kern habe sich der Trend aber fortgesetzt, Geld lieber für größere Anschaffungen auszugeben, als es schlecht verzinst auf die hohe Kante zu legen, haben die Marktforscher festgestellt.

Die ausgeprägte Konsumfreude werde außerdem von der guten Arbeitsmarktentwicklung gestützt. Für Rückenwind sorge die nachlassende Angst vorm Job-Verlust und die sinkende Inflation. "Dies gibt ihnen Planungssicherheit, wie sie vor allem für größere und werthaltigere Anschaffung notwendig ist", schreibt die GfK. Mit dem "überaus hohen Wert von 39,2" lag der entsprechende Index im Februar um 2,6 Zähler unter dem Januarwert.

ler/dpa/Reuters

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