Lokführerstreik "Ich bin einfach nur genervt"
Lokführerstreik: "Ich bin einfach nur genervt"
Foto: SPIEGEL ONLINEBerlin/Hamburg - Bisher waren es nur Warnstreiks, seit diesem Donnerstag ist es ernst: Die Lokführergewerkschaft GDL hat den Schienenverkehr in Deutschland am Morgen weitgehend lahmgelegt. Mal wieder. Denn es ist bei weitem nicht der erste Streik, den die Bahnreisenden in den vergangenen Jahren ausbaden müssen.
Ohnehin sind Bahnkunden einiges gewohnt: Kaputte Klimaanlagen, defekte Achsen, Verspätungen im Winter - zuletzt hat sich bei vielen jede Menge Frust angestaut. Einige Reisende haben deshalb überhaupt kein Verständnis, dass nun schon wieder sie die Leidtragenden sein müssen. "Es wird langsam lästig", sagt die 53-jährige Verwaltungsangestellte Renate Oechsle am Berliner Hauptbahnhof.
Andere Passagiere sind wesentlich toleranter. Denn das Recht auf Streik, sagen sie, steht nun mal jedem Arbeitnehmer zu - auch den Lokführern. "Wenn es niemandem wehtut, dann wäre so ein Streik sinnlos und würde seine Wirkung verfehlen", sagt der 36-jährige Ingenieur Carsten Mohs.
Wie es anderen Reisenden geht, wer Verständnis für die Lokführer hat und wer nicht - lesen Sie es in der Fotostrecke:
GDL-Streik: Das sagen Reisende