Lord Jeffrey Archer: Steuersparen mit Satan - DER SPIEGEL
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Höllisch kreativ Britischer Lord spart Steuern mit Satan

Lord Jeffrey Archer war Bestsellerautor, Parlamentarier - nun gebührt ihm der Sonderpreis für kreatives Steuersparen: Um seine Abgaben zu drücken, schloss er einen faustischen Pakt mit einem Museum.
Lord Jeffrey Archer: Steuern sparen mit Satan
Lord Jeffrey Archer: Steuern sparen mit Satan

Lord Jeffrey Archer: Steuern sparen mit Satan

Foto: SUZANNE PLUNKETT/ REUTERS
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Der Teufel steckt ja bekanntlich oft im Detail, so war es auch bei der Steuererklärung von Lord Jeffrey Archer. Um seine Abgabenlast zu reduzieren, spendete er laut "Financial Times"  ("FT") einem Museum ausgerechnet eine Satansstatue.

Die 80 Zentimeter große Bronzestatue zeigt eine melancholisch dreinschauende geflügelte Gestalt. Modelliert wurde sie dem Bericht zufolge in den Dreißigerjahren des 19. Jahrhunderts von dem Künstler Jean-Jacques Feuchère.

Archer, Bestsellerautor, Ex-Parlamentarier und Multimillionär, hat sie dem Ashmolean Museum in Oxford vermacht. Der Lord nutzte dazu das sogenannte Cultural Gifts Scheme, ein seit 2013 gültiges Gesetz, dass es lebenden Mäzenen erlaubt, dem Staat Kunstwerke zu vermachen - und ihre eigene Einkommensteuer oder Kapitalertragsteuer um bis zu 30 Prozent des Werts des Kunstwerks zu reduzieren. Archer habe auf diese Weise gut 48.000 Pfund gespart, schreibt die "FT". Das Museum bedankte sich für die edle Spende.

Es ist nicht das erste Mal, dass der Name Jeffrey Archer mit infernalen Themen in Verbindung gebracht wird. Im Jahr 2000 war der Lord wegen Meineids zu vier Jahren Gefängnis verurteilt worden. Im Knast schrieb er drei Bücher: "Fegefeuer", "Hölle" und "Himmel". Die Namen entlehnte er Dantes "Göttlicher Komödie".

ssu