Niedrige Benzinpreise drücken Inflationsrate - DER SPIEGEL
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Teuerung Niedrige Benzinpreise drücken Inflationsrate

Benzin, Diesel und Heizöl sind zuletzt deutlich günstiger geworden. Das drückt die Inflationsrate im Oktober auf 1,2 Prozent. Lebensmittel verteuern sich dagegen weiter überdurchschnittlich.
Tankstelle in Frankfurt:
Tankstelle in Frankfurt:

Tankstelle in Frankfurt:

Foto: Boris Roessler/ dpa
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Wiesbaden - In Deutschland ist die Inflationsrate im Oktober überraschend weiter gesunken. Die Verbraucherpreise seien nur noch um 1,2 Prozent zum Vorjahresmonat geklettert, teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden nach vorläufigen Zahlen mit. Im September hatte die Inflationsrate noch bei 1,4 Prozent gelegen, im Juli bei 1,9 Prozent.

Damit rutscht die Inflationsrate immer stärker unter die Schwelle von zwei Prozent, bis zu der nach gängiger Auffassung Preisstabilität herrscht. Im Vergleich zum Vormonat fielen die Verbraucherpreise im Oktober laut Bundesamt um 0,2 Prozent.

Die vergleichsweise niedrige Inflationsrate erklärt sich wie bereits im Vormonat vor allem durch günstigere Mineralölprodukte. Die Preise für Benzin, Diesel und Heizöl sind zuletzt deutlich gesunken. Laut ADAC können Autofahrer in Deutschland derzeit so günstig tanken wie seit fast zwei Jahren nicht mehr. Der bundesweite Durchschnittspreis für einen Liter Super E10 rutschte verglichen mit der Vorwoche um 2,3 Cent knapp unter die Marke von 1,50 Euro und liegt nach Berechnungen des ADAC nun bei 1,497 Euro. Damit hat der Preis wieder den Stand von Anfang Januar 2012 erreicht, wie der Autoclub am Mittwoch in München mitteilte.

Auch der Dieselpreis ging zurück, der Liter kostet im Schnitt nun 1,394 Euro - das sind 1,9 Cent weniger als vor einer Woche. Gründe für die Entwicklung sieht der ADAC unter anderem im stabilen Ölpreis, dem starken Euro und der jahreszeitlich bedingt geringeren Nachfrage nach Benzin.

Der Preisanstieg bei Nahrungsmitteln liegt dagegen mit 4,1 Prozent im Jahresvergleich weiterhin deutlich über der Gesamtteuerung. Der für europäische Zwecke berechnete Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) stieg im Oktober laut Bundesamt um 1,3 Prozent im Jahresvergleich. Gegenüber dem Vormonat meldete die Behörde einen Rückgang um 0,2 Prozent. Die endgültigen Preisdaten für Oktober werden am 12. November veröffentlicht.

cte/dpa/AFP