80 Cent pro Brief Post plant Portoerhöhung im April
Briefmarken
Foto: Stefan Sauer/ dpaDie Deutsche Post wird die im Herbst überraschend verschobene Portoerhöhung offenbar am 1. April nachholen. Das gehe aus einem Schreiben der Bundesnetzagentur an ihren politischen Beirat hervor, berichtete die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" .
Voraussichtlich würden sich Standardbriefe dann von 70 auf 80 Cent verteuern, hieß es demnach. Dazu stehe allerdings noch die sogenannte Rahmenentscheidung der Netzagentur aus, die im Laufe dieser Woche der Post offiziell mitgeteilt werden soll.
Das Unternehmen selbst äußerte sich in der Nacht auf Dienstag in einer Pflichtmitteilung an die Investoren. "Die Deutsche Post AG erwartet, dass ihr der Entwurf der beabsichtigten Entscheidung zur Kommentierung am 15. Januar zugeht. Sie wird ihre Anleger unterrichten, sobald sie die beabsichtigte Entscheidung der Bundesnetzagentur bewerten konnte."
Zur möglichen neuen Portohöhe hieß es, dass neben dem prozentualen Preiserhöhungsrahmen die Laufzeit der Regelung und gegebenenfalls weitere Parameter berücksichtigt werden müssen.
Die Bundesnetzagentur hatte die von der Deutschen Post gewünschte Erhöhung des Briefportos von 70 auf 80 Cent Ende Oktober vorerst untersagt. Es lägen zu wenige Informationen vor, warum das Porto teurer werden solle.
Die Post hatte kurz darauf eine Gewinnwarnung herausgegeben. Dadurch habe sich die Basis der Geschäftsdaten für die Entscheidung verändert, sagte Post-Chef Frank Appel geht. "Wir brauchen ein höheres Porto, weil unsere Personalkosten jedes Jahr um etwa drei Prozent steigen und gleichzeitig die Briefmengen um einen ähnlichen Wert sinken", sagte er.