Private Haushalte Wohnkosten verschlingen ein Drittel des Budgets
Wohnviertel in Berlin: Im Schnitt 731 Euro monatlich für die eigenen vier Wände
Foto: Markus Schreiber/ ASSOCIATED PRESSWiesbaden - Die eigenen vier Wände kommen die Deutschen teuer zu stehen: Den größten Teil ihres Budgets geben die privaten Haushalte für das Wohnen aus. So schlugen die Miete oder Kredite, die Heizung und Reparaturen 2008 im Schnitt mit 731 Euro monatlich zu Buche, teilte das Statistische Bundesamt am Freitag mit. Insgesamt gaben die Deutschen für den Konsum durchschnittlich 2245 Euro pro Monat aus.
Das Wohnen verschlingt damit fast ein Drittel (32,6 Prozent) des gesamten Konsumbudgets. Bereits an zweiter Stelle standen die Ausgaben für Verkehr, wie aus der Verbraucherstichprobe der Statistiker weiter hervorgeht: Für ihre Autos, den öffentlichen Nahverkehr, aber auch Fahrten und Flüge in den Urlaub gaben die Deutschen monatlich im Schnitt 328 Euro (14,6 Prozent) aus. Dieser Posten steht damit noch über den Ausgaben für Lebensmittel, Getränke und Tabakwaren, die sich im Monat auf 321 Euro (14,3 Prozent) beliefen. "Diese Struktur gilt gleichermaßen im früheren Bundesgebiet wie auch in den neuen Ländern und Berlin-Ost", berichteten die Statistiker.
In absoluten Zahlen besteht allerdings weiterhin ein Gefälle: Das Ausgabenniveau der ostdeutschen Haushalte entsprach mit durchschnittlich 1857 Euro im Monat rund 80 Prozent des Niveaus der westdeutschen. Allerdings hatten die Haushalte in den neuen Ländern auch deutlich niedrigere verfügbare Einkommen von 2328 Euro monatlich - westdeutschen Haushalten standen im Durchschnitt 3111 Euro zur Verfügung.
Zusätzlich zum Konsum fallen bei den Haushalten auch Ausgaben beispielsweise für Versicherungsbeiträge und Kreditzinsen an. Hierfür wendeten sie im Jahr 2008 bundesweit im Durchschnitt 408 Euro auf. 312 Euro legten die Privathaushalte jeden Monat auf die hohe Kante.