Strom kostet 43 Prozent mehr als 2007 - DER SPIEGEL
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Analyse von Vergleichsportal Strom ist 43 Prozent teurer als 2007

Zu Jahresbeginn ist Strom zwar billiger geworden - auf längere Sicht ist der Preis aber enorm gestiegen. Einem Vergleichsportal zufolge zahlt ein deutscher Haushalt heute durchschnittlich 43 Prozent mehr als 2007. Am härtesten trifft es die Bayern.
Starkstromtrasse in Thüringen: Grundversorgung wird immer teurer
Starkstromtrasse in Thüringen: Grundversorgung wird immer teurer

Starkstromtrasse in Thüringen: Grundversorgung wird immer teurer

Foto: Martin Schutt/ dpa
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München - Die Energieversorgung in Deutschland ist für Endverbraucher in den vergangenen Jahren deutlich teurer geworden. Der durchschnittliche Strompreis in der Bundesrepublik liegt heute 43 Prozent höher als Mitte 2007. Das geht aus einer Analyse des Vergleichsportals Check24 hervor, die am Montag veröffentlicht wurde. Ein Haushalt mit einem hohen Verbrauch von 5000 Kilowattstunden im Jahr müsse heute im Schnitt rund 424 Euro mehr für Strom bezahlen als vor sieben Jahren.

Besonders stark stiegen den Angaben zufolge die Preise in der Grundversorgung, und zwar um 48 Prozent. Mit Grundversorgung sind die Standardstromtarife der örtlichen Energieanbieter gemeint, die in der Regel deutlich über Alternativangeboten liegen. In anderen Tarifen habe die Steigerung Check24 zufolge rund 32 Prozent betragen. Dementsprechend geht die Preisspanne zwischen Grundversorgungstarifen und anderen Angeboten immer weiter auseinander, wie eine Firmensprecherin erläuterte. "Im Juli 2007 lag der Preisunterschied bei acht Prozent, im Januar 2015 sind es 21 Prozent. Ein Wechsel aus der Grundversorgung lohnt sich mehr denn je und für jeden".

Am stärksten gingen dem Portal zufolge die Grundversorgungstarife in Bayern hoch - dort betrug der Preisanstieg 56 Prozent. Am geringsten fiel er mit 35 Prozent in Bremen aus. Insgesamt war demnach der Preisanstieg bei der Grundversorgung in den westdeutschen Bundesländern größer als in den ostdeutschen. Dennoch liegt das Preisniveau im Osten weiterhin höher.

Zwar habe es zum Jahreswechsel eine Preissenkungswelle gegeben. Diese habe aber das Preisniveau in der Grundversorgung kaum verändert, hieß es in der Mitteilung. Die Kosten seien lediglich um 0,3 Prozent gesunken. Insgesamt hätten 356 Strom- sowie 63 Gasversorger die Preise bereits gesenkt oder angekündigt, dies bis Ende März zu tun. Davon hätten beim Strom rund 19 Millionen und beim Gas eine Million Haushalte profitiert.

nck/AFP