Strompreis sinkt erstmals seit 15 Jahren - DER SPIEGEL
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Günstiger Großhandel Strompreis sinkt erstmals seit 15 Jahren

Die durchschnittlichen monatlichen Abschläge für Strom sind 2015 gesunken - aber nur in homöopathischen Dosen. Die Entlastung könnte weit höher ausfallen, wenn Energiekonzerne ihre sinkenden Einkaufspreise stärker weitergeben würden.
Windräder: 84 Euro zahlen Haushalte im Schnitt pro Monat für Strom
Windräder: 84 Euro zahlen Haushalte im Schnitt pro Monat für Strom

Windräder: 84 Euro zahlen Haushalte im Schnitt pro Monat für Strom

Foto: Patrick Pleul/ picture alliance / dpa
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Zum ersten Mal seit 15 Jahren ist der Strompreis für deutsche Haushalte leicht gesunken. Ein Haushalt mit drei Personen und einem Jahresverbrauch von 3500 Kilowattstunden zahle derzeit rund 84 Euro im Monat für Strom, teilte der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft am Donnerstag mit.

2014 seien es noch 85 Euro gewesen. 2000 allerdings zahlte ein Durchschnittshaushalt nur 40,66 Euro im Monat für Strom - also weniger als die Hälfte. Rund 52 Prozent des Strompreises machen heute Steuern und Abgaben aus.

Verbraucherschützern zufolge hätte der Preisrückgang weit größer ausfallen müssen. Sie kritisieren seit Langem, dass die Versorger die stark gesunkenen Einkaufspreise an der Strombörse nur unzureichend an ihre Kunden weitergeben würden. Laut einer Studie der Verbraucherzentrale NRW sind die Einkaufspreise für Strom zwischen 2010 und 2014 im Schnitt um ein Viertel gesunken - doch bei den Verbrauchern kam davon nichts an.

Hinzu kommt: In diesem Jahr zahlen die Bürger erstmals weniger Umlage für die Förderung erneuerbarer Energien. Die Umlage war von 6,24 Cent auf 6,17 Cent je Kilowattstunde gesunken. Da das Konto bis März mit fast 4,2 Milliarden Euro im Plus war, ist 2016 mit einem weiteren Rückgang zu rechnen.

2014 gab es eine Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). Betreiber von Ökoenergieanlagen bekommen für 20 Jahre über den Marktpreisen liegende Vergütungen. Die Förderung war im vergangenen Jahr teils deutlich abgesenkt worden. Mittelfristig soll sie ganz auslaufen.

ssu/dpa