Konjunktur US-Verbraucherpreise steigen stärker als erwartet
Passanten in New York (Archiv)
Foto: © Brendan McDermid / ReutersDie Inflation in den USA ist stärker gestiegen als erwartet. Das schürt Spekulationen auf eine aggressivere Zinspolitik.
Die Verbraucherpreise im Januar erhöhten sich im Monatsvergleich um 0,5 Prozent, teilte das US-Arbeitsministerium in Washington mit. Analysten hatten mit einem Zuwachs um 0,3 Prozent gerechnet. Zudem wurde der Anstieg im Vormonat von 0,1 auf 0,2 Prozent korrigiert.
Im Vergleich zum Vorjahresmonat erhöhten sich die Verbraucherpreise im Januar um 2,1 Prozent. Das war ebenfalls stärker als mit 1,9 Prozent erwartet.
Ohne schwankungsanfällige Komponenten wie Energie stiegen die Verbraucherpreise um 1,8 Prozent. Die US-Notenbank Fed strebt eine Inflationsrate von zwei Prozent an, orientiert sich aber an einem anderen Preisindex.
Einzelhandelsumsätze gefallen
Die Inflationsdaten dürften Ängste vor einer strafferen Geldpolitik der US-Notenbank befeuern. Derartige Sorgen waren einer der Hauptgründe für die Talfahrt an den internationalen Börsen in der vergangenen Woche.
Der Einzelhandel spürte zu Jahresbeginn eine gewisse Zurückhaltung: Die Umsätze sanken hier im Januar so kräftig wie seit knapp einem Jahr nicht mehr. Sie fielen um 0,3 Prozent zum Vormonat, teilte das Handelsministerium mit. Dies ist der stärkste Rückgang seit Februar 2017. Experten hatten mit einem Plus von 0,2 Prozent gerechnet.
Die Verbraucher kauften zu Jahresbeginn weniger Autos und Baumaterialien, auch bei Möbeln und Gesundheitsprodukten sparten sie. Dagegen blieb bei Geschäften mit Elektronik und Bekleidung mehr Geld in den Kassen der Einzelhändler. Der private Konsum ist die Hauptstütze der weltgrößten Volkswirtschaft.