Warnstreik bei der Post: Ver.di will eine Million Briefe liegen lassen - DER SPIEGEL
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Warnstreiks bei der Post Gewerkschaft will eine Million Briefe liegen lassen

Kunden der Deutschen Post müssen in den kommenden Tagen mit Verzögerungen rechnen. Die Gewerkschaft Ver.di hat zu Warnstreiks aufgerufen. Mehr als eine Million Briefe und Pakete sollen liegen bleiben. Betroffen ist vor allem Nordrhein-Westfalen.
Poststapel im Verteilzentrum (Archivbild): Briefe sollen liegen bleiben
Poststapel im Verteilzentrum (Archivbild): Briefe sollen liegen bleiben

Poststapel im Verteilzentrum (Archivbild): Briefe sollen liegen bleiben

Foto: Oliver Berg/ picture alliance / dpa
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Düsseldorf - Die Gewerkschaft Ver.di will im Tarifstreit mit der Deutschen Post ihren Forderungen mit Warnstreiks Nachdruck verleihen. Post-Kunden müssen daher zum Beispiel in weiten Teilen Nordrhein-Westfalens bereits am Mittwoch mit Verzögerungen bei der Zustellung ihrer Briefe und Pakete rechnen.

Mehr als 600 Postboten in den Großräumen Düsseldorf, Köln, Bonn und Siegen würden streiken, kündigte die Gewerkschaft am Dienstag an. Mehr als eine Million Briefe und Pakete sollen deshalb liegen bleiben. Die Arbeitsniederlegungen sollen in den folgenden Tagen fortgesetzt werden. Die Post will die Auswirkungen durch den Einsatz von Service-Partnern so weit wie möglich begrenzen, sagte ein Post-Sprecher.

Auch in Hessen soll gestreikt werden. "Die 17.000 hessischen Postlerinnen und Postler werden nicht unendlich warten, bis auch sie von der guten wirtschaftlichen Entwicklung des Konzerns ein gerechtes Stück abbekommen", erklärte der Ver.di-Funktionär Detlev Borowsky am Dienstag in Frankfurt. Die Landesstreikleitung werde die weitere Vorgehensweise beraten und beschließen.

Die zweite Runde der Tarifverhandlungen war in der Nacht zum Dienstag ohne greifbare Ergebnisse zu Ende gegangen. Man sei "nicht über unverbindliche Sondierungen hinausgekommen", beklagte Ver.di-Verhandlungsleiterin Andrea Kocsis. Die Post habe erneut kein Angebot vorgelegt.

Ein Konzernsprecher kritisierte die angekündigten Proteste. "Wir halten den Streik für unnötig." Die Tarifparteien seien in den Verhandlungen, die sachlich und konstruktiv gewesen seien, weiter gekommen. Die Tarifverhandlungen sollen am 25. April fortgesetzt werden. Ver.di verlangt für die rund 132.000 Tarifbeschäftigten eine lineare Erhöhung der Einkommen um sechs Prozent, mindestens aber 140 Euro mehr im Monat.

stk/Reuters/dpa-AFX

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