Zehntausende Beschwerden über verbotene Werbeanrufe - DER SPIEGEL
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Trotz Verbot Wirtschaft nervt Tausende mit unerlaubter Telefonwerbung

Noch immer beschweren sich jährlich über 26.000 Menschen über unerlaubte Werbeanrufe. Insgesamt hat die Zahl der verbotenen Aktionen aber abgenommen, das dürfte auch an härteren Strafen liegen.
Unerlaubte Anrufe: Werbung trotz Verbot
Unerlaubte Anrufe: Werbung trotz Verbot

Unerlaubte Anrufe: Werbung trotz Verbot

Foto: Jan-Philipp Strobel / dpa
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Die Beschwerden über unerwünschte Werbeanrufe sind einem Zeitungsbericht zufolge 2014 zurückgegangen - trotz höherer Bußgelder müssen sich die Deutschen aber noch immer tausendfach damit herumschlagen.

Im vergangenen Jahr habe die zuständige Bundesnetzagentur 26.226 schriftliche Beschwerden von Bürgern erhalten, die ohne Einwilligung mit Werbung am Telefon belästigt worden waren. Das zitierten die Zeitungen der Funke-Mediengruppe aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen.

2013 lag die Zahl der Beschwerden demnach bei rund 33.000. Bei Verstößen konnte damals ein Bußgeld von bis zu 50.000 Euro verhängt werden. Doch im selben Jahr beschloss die Bundesregierung eine Gesetzesnovelle. Seither kann die Netzagentur Strafen bis 300.000 Euro verhängen.

Werbeanrufe ohne Einwilligung des Angerufenen sowie Werbeanrufe mit unterdrückter Rufnummer sind seit August 2009 verboten. Sie gelten als Ordnungswidrigkeit. Dem Bericht zufolge wurden 2014 wegen der unerlaubten Anrufe in 66 Verfahren Bußgelder in Höhe von insgesamt 700.000 Euro verhängt.

jme/dpa/AFP