Shanghai Neue Hinweise auf Transrapid-Ausbau
Frankfurt - Die Pläne der Regierung sähen vor, dass in mehreren Stadtgebieten zunächst 6000 bis 8000 Familien ihre derzeitige Wohnung aufgeben müssen, berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Im Bezirk Minhang erklärte ein Anwohner der "SZ", er müsse innerhalb von drei Monaten umziehen. Es habe schon eine öffentliche Veranstaltung gegeben, bei der die Bewohner über die Umsiedlung informiert wurden. Die Betroffenen hätten bereits begonnen, im Internet gegen die Zwangsräumungen zu protestieren, heißt es in dem Bericht weiter.
Touristen am Transrapid-Bahnsteig: Bis Ende nächsten Jahres soll die Streckenverlängerung beendet sein, sagt ein Bauträger
Foto: AFPEinem Shanghaier Bauträger zufolge sollte zunächst die bestehende 30 Kilometer lange Strecke bis 2009 die Flughäfen Pudong und Hongqiao verbinden. Die Verlängerungsarbeiten über 37 Kilometer sollten bis Ende des kommenden Jahres abgeschlossen sein. Alle wichtigen Genehmigungen lägen bereits vor. Die offizielle Eröffnung sei zur Weltausstellung 2010 geplant. Eine Verlängerung der Trasse zur 175 Kilometer entfernten Nachbarstadt Hangzhou sei hingegen noch nicht bewilligt.
Überrascht von den Vorbereitungen zeigten sich die Konsortialfirmen Siemens und ThyssenKrupp , da noch keine Verträge unterschrieben worden seien. Auch über die Erteilung von Baugenehmigungen sei man nicht informiert worden. "Wir haben darüber keine weiteren Informationen. Die Gespräche laufen noch", sagte Richard Hausmann, CEO von Siemens China, der "SZ". Mit einem Durchbruch werde nach Angaben eines namentlich nicht genannten Insiders in zwei Wochen, nach dem Ende des derzeit tagenden Volkskongresses gerechnet.
ase/dpa-AFX