MINERALÖLINDUSTRIE Shell setzt auf Solarenergie
Voraussichtlich noch in diesem Monat übernimmt der Ölmulti Shell von dem Münchner Elektrokonzern Siemens und dem Düsseldorfer Stromerzeuger E.on die Sparte Solartechnik. Shell hatte das neue Geschäftsfeld 1997 mit rund 500 Millionen Dollar gestartet und sich unter anderem wie E.on mit jeweils 33 Prozent an der Siemens Solar GmbH beteiligt. Jetzt will Shell bis zu einer Milliarde Dollar in erneuerbare Energien, vor allem in die Solartechnik, investieren; die Kapazitäten in dem Gelsenkirchener Solarzellenwerk sollen mehr als verdoppelt werden. Anders als Siemens-Chef Heinrich von Pierer ("Man darf die Bedeutung der Solarenergie nicht überschätzen") rechnen die Shell-Manager mit Wachstumsraten von 15 bis 20 Prozent jährlich. Mit der Übernahme der Siemens Solar wird der Mineralölkonzern in diesem Bereich weltweit die Nummer vier.