Shoppinglaune: Gasprom will deutsche Stadtwerke kaufen - DER SPIEGEL
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Shoppinglaune Gasprom will deutsche Stadtwerke kaufen

Erst angelte sich der russische Gasriese Gasprom Altkanzler Gerhard Schröder als Aufsichtsratschef, jetzt will das Staatsunternehmen in Deutschland auf Einkaufstour gehen. In Zukunft wolle man auch deutsche Stadtwerke erwerben, erklärte der Deutschland-Chef des Unternehmens.
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Berlin - "Wir wollen nicht nur als Lieferant von Erdgas fungieren, sondern näher an die Verbraucher herankommen", sagte Hans-Joachim Gornig, Deutschlandchef von Gasprom, dem Berliner "Tagesspiegel". Bestehende Beteiligungen in Deutschland sollten deshalb ausgebaut und weitere Unternehmen zugekauft werden. Gasprom hat bisher Anteile an der BASF-Tochter Wingas und dem Leipziger Versorger Verbundnetz Gas AG (VNG).

Bereits am Vortag hatte Gasprom-Vizechef Alexander Medwedew in Berlin erklärt, das Unternehmen wolle in den nächsten fünf Jahren zu einem führenden globalen Energiekonzern werden. Dazu setze Gasprom auf Wachstum entlang der gesamten Wertschöpfungskette von der Gasquelle bis zum Endkunden.

In Deutschland könnten diese Beteiligungspläne für neuen innenpolitischen Wirbel sorgen. Am Donnerstag will sich der Bundestag mit dem Plan von Altbundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) befassen, Aufsichtsratsvorsitzender beim deutsch-russischen Gaspipeline-Konsortium NEGP zu werden. Zu dem Konsortium gehören Gasprom, BASF und E.on.