Sicherheitslücke: Erster Euro-Transporter überfallen - DER SPIEGEL
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Sicherheitslücke Erster Euro-Transporter überfallen

Erstmals ist in Deutschland ein Geldtransporter mit Euro- und D-Mark-Bargeld überfallen worden. Die flüchtigen Diebe ließen den Großteil der neuen Gemeinschaftswährung aber offenbar liegen.
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Gießen - Nach dem Raub einer Millionenbeute aus einem Geldtransporter in Mittelhessen schließt die Polizei nicht mehr aus, dass auch Euro-Geldscheine gestohlen wurden. Einzelne Pakete mit den neuen Banknoten seien bei dem Raub am Donnerstag aufgerissen und auf dem Boden des Panzerwagens verstreut worden, berichtete Kripo-Sprecher Kurt Maier.

Die Polizei fahndet nach dem 35 Jahre alten Fahrer des Geldtransporters und einem Komplizen. Der Fahrer des Geldtransportes hatte seinen Beifahrer gefesselt. Mit dem Komplizen lud er nach ersten Ermittlungen die Geldkassetten an der Landstraße in ein Auto um. Anschließend fuhr einer der Männer den gepanzerten Transporter einer Kasseler Firma ins nahe Dorf Albach, wo er vermutlich in ein weiteres Auto umgestiegen ist. Der Beifahrer des Geldtransports blieb bei dem Überfall unverletzt und wurde am Nachmittag vernommen.

Die Polizei fahndet nun nach einem dunkelroten Opel Vectra und einem ebenfalls roten Ford Escort Orion mit dem Kennzeichen OF-XG 470. Eine Zeugenaussage weist zudem auf einen schwarzen Audi A4 mit dem Kennzeichen F-M 9707 hin.

Die Euro-Scheine hätten vor ihrer offiziellen Einführung am 1. Januar 2002 einen enormen Wert als Vorlage für Fälschungen, während größere Mengen D-Mark-Noten bis zur Bargeldumstellung nur noch schwer unterzubringen sind, erklärten Experten.