»Sie oder ich« - DER SPIEGEL
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MANAGER »Sie oder ich«

• aus DER SPIEGEL 16/2000
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In der BMW-Zentrale gilt das Rätsel um den plötzlichen Rausschmiss der drei Vorstände Carl-Peter Forster, Henrich Heitmann und Wolfgang Ziebart kurz vor der letzten Aufsichtsratssitzung als gelöst: Die drei Top-Manager, die erst ein Jahr zuvor in das oberste Führungsgremium berufen wurden, mussten gehen, weil Vorstandschef Joachim Milberg offenbar fürchtete, mit einem intern höchst umstrittenen Teil seines Sanierungsplans im Aufsichtsrat zu scheitern, wenn die drei dort ihre Argumente vorbringen würden. Forster, Heitmann und Ziebart hatten im Vorstand zwar auch für eine Trennung der Pkw-Produktion von Rover plädiert, jedoch vehement gegen den Verkauf der Geländewagenfertigung von Land Rover argumentiert. Diese weltweit renommierte Marke, die alle Konkurrenten gern übernehmen würden, sollte BMW nicht aus der Hand geben. Milberg dagegen wollte Land Rover unbedingt verkaufen, um mit dem Erlös von knapp sechs Milliarden Mark einen Teil der Verluste des Rover-Ausstiegs wieder hereinzuholen. Er forderte vom Aufsichtsratsvorsitzenden Volker Doppelfeld deshalb ultimativ die Entlassung der drei Vorstände: »sie oder ich«. Einen erneuten Wechsel an der Konzernspitze aber wollte der Aufsichtsratschef mitten in der schwersten Unternehmenskrise seit den fünfziger Jahren nicht riskieren.

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