Siemens-Chef: Weiterer Stellenabbau möglich - DER SPIEGEL
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Siemens-Chef Weiterer Stellenabbau möglich

Der Umbau von Siemens wird voraussichtlich länger dauern und schmerzhafter werden als geplant. Konzernchef Heinrich von Pierer denkt offen über weitere Einschnitte im Personalbereich nach.
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München - "Ich kann nicht garantieren, dass es nicht zu weiteren Restrukturierungen kommen wird", sagte Pierer am Donnerstag bei der Bilanz-Pressekonferenz in München. Niemand könne zur Zeit den weiteren Konjunkturverlauf vorhersagen. Bisher hatte der Konzern   den Abbau von weltweit mehr als 17.000 Stellen angekündigt.

Kooperation mit Toshiba ruht

Siemens erwartet trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds für das laufende Geschäftsjahr 2001/2002 (zum 30. September) deutliche Ergebnisverbesserungen. Das erste Quartal werde aber noch durch Restrukturierungsaufwendungen belastet.

Die Umstrukturierung des unprofitablen Geschäftsfeldes Information and Communication (IC) wird voraussichtlich ein Jahr länger brauchen als bisher geplant. Die Neuordnung und Straffung dieses Geschäftsfeldes werde auf Grund "unvorhersehbarer fundamentaler Marktumbrüche" voraussichtlich noch einige Zeit in Anspruch nehmen, sagte Pierer.

Kooperation mit Toshiba auf Eis

Zu möglichen Kooperationen im Geschäftsfeld Mobiltelefone sagte er: "Ich kann mir eine Kooperation auf dem Gebiet UMTS-Telefone vorstellen. Wir wollen Kosten sparen und Entwicklungszeiten verkürzen. Alles andere ist Spekulation." Zuvor hatte Siemens einen Bericht des "Handelsblatts" bestätigt, dass die UMTS-Kooperation mit dem japanischen Technologiekonzern Toshiba auf Eis gelegt worden sei. Die Markteinführung der ersten UMTS-Handys im Jahr 2002 sei dadurch jedoch nicht gefährdet, sagte ein Siemens-Pressesprecher.

Die Konzernspitze teilte am Donnerstag weiter mit, für seine defizitäre Logistiksparte Siemens Dematic erwarte der Konzern im laufenden Geschäftsjahr schwarze Zahlen und auch der Automobilzulieferer Siemens VDO werde Anfang 2002 die Trendwende schaffen.

Die Siemens-Aktie notierte am Donnerstagmorgen in einem freundlichen Börsenumfeld mit 76,61 Euro rund vier Prozent über ihrem Vortagesschluss.