Siemens Kleinfeld schmerzt der Abschied
Hamburg - Für ihn sei entscheidend, dass Siemens heute erheblich besser dastehe als vor zweieinhalb Jahren, als er sein Amt übernahm. "Das Unternehmen ist exzellent gerüstet für die Zukunft", sagte Klaus Kleinfeld der "Bild".
Die Verlängerung seines Vertrages war wegen der Korruptionsaffären bei Siemens Ende April verschoben worden. Kleinfeld, der bis heute eine weiße Weste hat, hatte daraufhin seinen Rücktritt erklärt. Am 1. Juli übernimmt der österreichische Pharma-Manager Peter Löscher den Chefposten bei Europas größtem Technologiekonzern.
Zu seiner beruflichen Zukunft sagte Kleinfeld: "Es sind eine ganze Reihe von Menschen mit interessanten Ideen auf mich zugekommen. Diese Angebote werde ich mir sehr genau ansehen und mich auch mit meiner Familie darüber intensiv besprechen". Es sei noch keine Entscheidung gefallen, ob er künftig im Ausland arbeiten werde. Deutschland sei ein tolles Land und "wir leben hier gerne".
Als eines der größten aktuellen Probleme für die deutsche Wirtschaft bezeichnete Kleinfeld den Mangel an Fachkräften. "Das ist hochkritisch und ein echtes Hemmnis für den Aufschwung", sagte der Manager der Zeitung. So könne Siemens derzeit 3000 Stellen allein in Deutschland nicht besetzen. "Das geht nicht nur uns so. Im Mittelstand ist die Situation noch dramatischer."
jul/AP