Siemens: Milliardendeal mit Intel - DER SPIEGEL
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Siemens Milliardendeal mit Intel

Siemens will auf dem Mobilfunkmarkt vorankommen. Chiphersteller Intel soll dabei helfen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

München - Klares Ziel sei es, bei Handys weltweit von Rang vier auf die dritte Position vorzurücken, sagte Siemens-Vorstand Rudi Lamprecht. Der Mobilfunkmarkt wird derzeit von Nokia und Motorola angeführt, Ericsson ist auf Platz drei.

Im vergangenen Geschäftsjahr bremste die Teileknappheit das Wachstum bei Siemens-Handys. Der Konzern verkaufte trotz großer Nachfrage nur 24 Millionen Mobilfunkgeräte. Ursprünglich sollten bis zu 30 Millionen Stück abgesetzt werden.

Im laufenden Geschäftsjahr soll der Absatz nach früheren Angaben auf 48 Millionen verdoppelt werden. Dazu wird Intel in den nächsten drei Jahren so genannte Flash-Speicher im Wert von mehr als zwei Milliarden Dollar an Siemens liefern. "Durch das Lieferabkommen haben wir sicher gestellt, dass wir die Nachfrage des Marktes an internetfähigen, mobilen Endgeräten in den nächsten Jahren optimal nachkommen können", sagte Lamprecht.

In Europa hat Siemens laut Lamprecht bisher Abkommen für die Beteiligung am Aufbau von elf UMTS-Netzen erhalten. Bisher haben laut Siemens 33 von rund 75 UMTS-Lizenzinhabern in Europa Aufträge vergeben.

Zur weiteren Entwicklung von Mobilfunktechnologien will die Siemens AG (Berlin/München) bis 2003 junge Startup-Unternehmen mit 180 Millionen Euro fördern. Standorte des so genannten Incubators seien München und Stockholm.