Siemens Mobilfunkmarkt wird zum Unsicherheitsfaktor
München - Prognosen in diesem Geschäft seien zurzeit besonders schwierig, räumte von Pierer am Donnerstag auf der Hauptversammlung des Siemens-Konzerns ein. Ursprünglich hatte Siemens im laufenden Geschäftsjahr eine Verdoppelung des Handy-Absatzes gegenüber dem Vorjahr angestrebt.
Der Bereich Information and Communication, in dem das Mobilfunkgeschäft und die Netzwerktechnik zusammengefasst sind, wachse zwar weiterhin erheblich. Der erfolgreiche Aufbau des Geschäfts mit Internet-Breitband-Technologie und Mobilfunk koste jedoch Kraft, wodurch das Ergebnis zunächst noch belastet werde, hieß es.
Auch beim Bereich Automations and Drives gebe es erste Anzeichen für eine konjunkturelle Abkühlung, die möglicherweise im nächsten Geschäftsjahr spürbar werden könne, erklärte von Pierer weiter. Das Geschäft werde sich allerdings weiter auf hohem Niveau bewegen.
An den Prognosen für das laufende Geschäftsjahr 2000/2001, wonach Umsatz und Auftragseingang zweistellig und das Ergebnis überproportional steigen werde, hielt von Pierer fest: "Ich sehe das Rekordergebnis im abgelaufenen Geschäftsjahr lediglich als Zwischenstation". Die Steigerung der Ertragskraft habe weiterhin höchste Priorität. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) im operativen Geschäft solle auch in den kommenden drei Jahren um jährlich etwa 20 Prozent gesteigert werden.