Siemens Neue Regierung, neue Kernkraftwerke
Erlangen - Nach der Einigung über den Atomausstieg fürchtet Deutschlands Marktführer im Atomgeschäft Siemens Geschäftseinbußen im Inland. "Der Atomausstieg bedeutet für uns einen stetigen, schrittweisen Rückgang des Inlandsgeschäfts", sagte Breyer. Dennoch sieht er keine wirkliche Gefahr für die Geschäfte mit der Kernkraft: "Es ist sehr gut vorstellbar, dass unter einer anderen Regierung auch in Deutschland wieder Kernkraftwerke gebaut werden."
Nach seinen Worten setzt Siemens nun im Auslandsgeschäft auf Wachstum. Allerdings fürchtet der Kraftwerksbauer auch hier negative Auswirkungen des Atomkonsenses. "Im Ausland spüren wir eine deutliche Verunsicherung." Zudem sei noch unklar, ob die Bundesregierung weiterhin die umstrittenen Bundesbürgschaften für deutsche Lieferungen und Leistungen an ausländische Kernkraftwerke genehmige. Nach Breyers Angaben sind Geschäfte mit osteuropäischen Ländern nur möglich, wenn der Staat weiterhin Hermes-Bürgschaften bewilligt.