Siemens: Nur drei Sparten sind unverdächtig - DER SPIEGEL
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Siemens Nur drei Sparten sind unverdächtig

Die Siemens-Affäre um rechtswidrige Zahlungen nimmt einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" zufolge immer größere Ausmaße an. Mittlerweile stünden sieben der zehn Konzernsparten unter Korruptionsverdacht.
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München - Neben der Telekommunikationssparte seien dies die Bereiche Medizintechnik, Schienenfahrzeuge, Kraftwerke, Energieübertragung, Elektronische Datenverarbeitung sowie angeblich auch der vor dem Börsengang stehende Autozulieferer VDO, schreibt die "SZ" unter Berufung auf den Aufsichtsrat.

Entsprechend schwierig gestaltet sich auch die Suche nach einem neuen Vorstandschef für Siemens . Der "Tagesspiegel" zitierte Unternehmenskreise mit den Worten, im Aufsichtsrat tobe "ein verdeckter Machtkampf". Während sich die Arbeitgeberseite unter der Führung von Aufsichtsratschef Gerhard Cromme für einen externen Kandidaten einsetze, favorisierten die Arbeitnehmer einen Kandidaten aus den eigenen Reihen.

Unter den internen Kandidaten gelte Erich Reinhardt, der Leiter der Medizintechnik-Sparte, als Favorit. Der Verein der Belegschaftsaktionäre habe aber drei weitere Namen ins Spiel gebracht, heißt es in dem Bericht: Helmut Gierse, der die Automatisierungs- und Antriebstechnik leitet, Gebäudetechnik-Vorstand Heinrich Hiesinger und Technik-Vorstand Hermann Requardt. Reinhardt und Requardt sind beide auch Mitglieder des Siemens  -Zentralvorstands.

Derzeit versuche der Präsidialausschuss des Aufsichtsrats, eine gemeinsame Lösung zu finden. Das Gremium, dem neben Cromme auch Deutsche-Bank  -Chef Josef Ackermann und Siemens-Gesamtbetriebsratschef Ralf Heckmann angehören, wolle seine Vorschläge noch im Mai dem Aufsichtsrat präsentieren. Als externer Favorit für die Nachfolge von Klaus Kleinfeld gelte nach wie vor Linde  -Chef Wolfgang Reitzle. Daneben seien mehrere Spitzenmanager aus dem In- und Ausland im Gespräch.

mik/dpa-AFX