Siemens: SBS-Mitarbeiter sollen auf Gehalt verzichten - DER SPIEGEL
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Siemens SBS-Mitarbeiter sollen auf Gehalt verzichten

Angesichts der Gehaltserhöhung, die sich der Siemens-Vorstand hat genehmigen lassen, wirkt die Mitteilung wie Hohn für die Mitarbeiter des Siemens-Bereichs SBS. Sie sollen nach dem Willen der Konzernleitung auf Teile ihres Gehalts verzichten und länger arbeiten.
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München - Die Warnmeldung kam von der IG-Metall. Die Beschäftigten der IT-Sparte sollten künftig wöchentlich zwei Stunden mehr arbeiten, zitierte die Gewerkschaft heute einen Wunsch der Konzernleitung. Das Urlaubsgeld und das 13. Monatsgehalt sollen durch eine leistungs- und ergebnisbezogene Erfolgsbeteiligung ersetzt werden. Da die Sparte rote Zahlen schreibt, sei die Beteiligung zunächst null, hieß es. Zudem würden alle Mitarbeiter in neue Gehaltsgruppen eingestuft, "wobei es zu Absenkungen der Monatseinkommen kommen kann, die nach dem Willen der Arbeitgeberseite nur teilweise ausgeglichen werden sollen".

Die Gewerkschaft akzeptiere die Regelung in ihren Grundzügen, hieß es. Allerdings fordert sie im Gegenzug Beschäftigungs- und Standortgarantien. Die Verhandlungen mit der SBS-Spitze würden am kommenden Donnerstag fortgesetzt. Ein Sprecher des Bereichs bestätigte lediglich die Verhandlungen, wollte sich inhaltlich aber nicht zu den laufenden Gesprächen äußern.

Siemens will bis auf weiteres an der angeschlagenen IT-Sparte festhalten, die nach den ersten drei Quartalen einen operativen Verlust von mehr als einer halben Milliarde Euro eingefahren hat. Während die SBS-Mitarbeiter den Gürtel enger schnallen müssen, bekommen Konzernchef Klaus Kleinfeld und der übrige Vorstand ab Oktober 30 Prozent mehr Gehalt.

mik/Reuters

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