Siemens: Zeitung berichtet über sechs Geständnisse - DER SPIEGEL
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Siemens Zeitung berichtet über sechs Geständnisse

Bei den Ermittlungen der Münchner Staatsanwaltschaft wegen schwarzer Kassen und Schmiergeldzahlungen bei Siemens gibt es einem Pressebericht zufolge neue Entwicklungen: Sechs aktive und ehemalige Mitarbeiter sollen Geständnisse abgelegt haben, unter ihnen auch ein Top-Manager.
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München – Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" ist unter den geständigen Siemens-Mitarbeitern auch Michael Kutschenreuter, ehemaliger Finanzvorstand der Sparte Telekommunikation (Com). "Herr Kutschenreuter sagt umfassend aus", sagten die beiden Anwälte des Managers, Leonard Walischewski und Thilo Pfordte, der Zeitung zufolge. Kutschenreuter ist der einzige Topmanager, der bislang in Untersuchungshaft sitzt.

Konzernchef Klaus Kleinfeld hatte vor zwei Wochen in einem Brief an die Belegschaft mitgeteilt, man werde "kompromisslos aufräumen". Von Kutschenreuter erhoffen sich die Ermittler offenbar auch neue Erkenntnisse, ob und inwieweit die Konzernspitze in den Skandal verwickelt ist. Ein ehemaliger Zentralvorstand, Thomas Ganswindt, ist bereits schwer belastet worden.

Die sechs geständigen Siemens-Mitarbeiter sollen laut Bericht zugegeben haben, schwarze Kassen in Liechtenstein, der Schweiz und Österreich installiert oder ermöglicht zu haben. Auf geheimen Konten in diesen Ländern seien mindestens 200 Millionen Euro versteckt worden. Mehrere dieser sechs Beschuldigten hätten zudem eingeräumt, aus den schwarzen Kassen sei Schmiergeld in mehr als zehn Länder in Europa, Asien, Afrika und Mittelamerika geflossen. Auf diese Weise seien wertvolle Informationen und lukrative Aufträge gekauft worden.

reh/ddp/dpa

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