Silicon Valley: Cisco verblüfft mit Rekordergebnis - DER SPIEGEL
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Silicon Valley Cisco verblüfft mit Rekordergebnis

Sparsamkeit zahlt sich aus: Der Netzwerk-Spezialist Cisco hat seine Gewinne inmitten der Telekom-Krise dramatisch gesteigert. Die Umsätze indes dürften 2003 weiter fallen.
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San Jose - Bei den Konkurrenten Lucent und Alcatel sind die Umsätze massiv zurück gegangen, am Dienstagmorgen schockierte Alcatel die Märkte mit der Bekanntgabe eines Jahresverlustes von vier Milliarden Euro schockiert. Cisco hingegen wies am Dienstag für das zweite Quartal des Geschäftsjahres einen Gewinn aus, der um 50 Prozent über dem der Vorjahresperiode liegt.

Als Grund für den Erfolg gab das Unternehmen an, man habe den Umsatzrückgang durch Kosteneinsparungen mehr als ausgleichen können. Das Nettoergebnis sei auf 991 Millionen Dollar gestiegen, nach 660 Millionen Dollar im Jahr zuvor. Der Umsatz ging nur um 2,1 Prozent auf 4,71 Milliarden Dollar zurück.

Cisco kommt zugute, dass die eigenen Preise immer noch um mehr als 50 Prozent über denen der Konkurrenz liegen. Während Lucent und Alcatel vor allem Telekommunikationsunternehmen bedienen, die ihre Investition 2002 um mindestens ein Drittel gekürzt haben, sind Ciscos Hauptkunden Großunternehmen, Schulen und Behörden, die weniger Abstriche gemacht haben.

Konzernchef John Chambers gestand aber ein, eine steigende Verkaufstendenz sei noch lange nicht in Sicht. "Wir stellen fest, dass sich die Firmenmanager konservativer verhalten als im vorvergangenen Quartal".

Finanzdirektor Larry Carter geht davon aus, dass der Umsatz im laufenden Quartal unverändert bleibt oder um zwei bis drei Prozent auf etwa 4,57 Milliarden Dollar zurückgeht. Um den Rückgang aufzufangen, hat Cisco den Betriebsaufwand um 7,4 Prozent zurückgefahren. Die Bruttomarge werde sich zwischen 68 und 70 Prozent bewegen. Wohl wegen des schwachen Ausblicks gab die Cisco-Aktie nachbörslich rund zwei Prozent nach.