Silicon Valley Dekadente Weihnachtsfeiern sind passé
San Francisco - 1999 konnten die Internetfirmen des Silicon Valley noch aus dem Vollen schöpfen: Hunderttausende von Dollar flossen in Delikatessen und Champagner, Livebands sorgten für Unterhaltung in edlen Sälen. Auffallen um jeden Preis, lautete das Motto in der "Bay Area" um San Francisco.
Diesmal verstecken sich die geschrumpften Belegschaften in ihren Büros, berichtet manager-magazin.de. Viele feiern gar nicht. Das Geld fehlt, und den Leuten ist nicht nach Feiern zumute.
"Viele junge Valley-Unternehmen können es einfach schon moralisch nicht mehr rechtfertigen, große Weihnachtspartys zu schmeißen", wird Andrea Crittenden zitiert, die für Events in der Great American Music Hall in San Francisco zuständig ist. Erst vor kurzem hätten zwei Firmen ihre Feiern abgeblasen. "Denen vergeht mittlerweile einfach die Lust, weil erst vor kurzem jeder zweite Mitarbeiter entlassen wurde."
Die Firmen versuchten nun, ihren Investoren zu zeigen, dass sie verantwortungsbewusst mit Geld umgehen können, erklärt ein DJ, dessen Dienste letztes Jahr noch viel gefragt waren.
Nur die Großen der Branche wollten sich die gute Laune nicht verderben lassen: Yahoo! buchte das Wissenschaftsmuseum in San Francisco, CNet feierte ein rauschendes Fest in der "City Hall".