Skype-Übernahme: Ebay reduziert Kaufpreis drastisch - DER SPIEGEL
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Skype-Übernahme Ebay reduziert Kaufpreis drastisch

Im Übernahmevertrag haben Ebay und Skype eigens einen Rabatt für den Fall vereinbart, dass sich die Geschäfte der Internet-Telefongesellschaft schlechter entwickeln als erwartet. Zum Glück für Ebay - das Internet-Auktionshaus will jetzt 1,2 Milliarden Dollar weniger überweisen.
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New York/San Francisco - Ebay   hatte für Skype zunächst 2,6 Milliarden Dollar bezahlt, die Vereinbarung sah jedoch abhängig vom Wachstum weitere Zahlungen von bis zu 1,7 Milliarden Dollar vor. Angesichts der enttäuschenden Geschäftsentwicklung korrigiert das Internet-Auktionshaus den Preis nun deutlich nach unten.

In seiner eigenen Bilanz will Ebay für Skype außerdem eine Abschreibung von 1,4 Milliarden Dollar vornehmen. Die beiden Skype-Mitgründer Niklas Zennstrom und Janus Friis zogen sich aus dem aktiven Management zurück.

Mit der Reduzierung des Kaufpreises und der Abschreibung räumt Ebay ein, das Potential von Skype deutlich überschätzt zu haben. Viele Aktionäre hatten die Übernahme von Anfang an als überteuert kritisiert. Die Anleger reagierten deshalb erfreut auf den geringeren Kaufpreis: Ebay-Aktien kletterten auf den höchsten Stand seit 18 Monaten.

Der Skype-Kauf war die größte Übernahme in der Branche seit dem Platzen der Internet-Blase im Jahr 2000. Im vergangenen Quartal machte Skype einen Umsatz von nur 90 Millionen Dollar. Zum Vergleich: Medienzar Rupert Murdoch hatte fast zeitgleich die Kontaktseite MySpace für 580 Millionen Dollar gekauft und peilt in diesem Jahr damit einen Umsatz von einer Milliarde Dollar an.

mik/Reuters