Smart-Ausrutscher: Schrempp wütend auf Finanzvorstand - DER SPIEGEL
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Smart-Ausrutscher Schrempp wütend auf Finanzvorstand

DaimlerChrysler-Chef Jürgen Schrempp ist stinksauer auf seinen Finanzvorstand Manfred Gentz. Ohne Absprache hatte der am Donnerstag über das baldige Aus der Marke Smart spekuliert.
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Hamburg - Nach Angaben von Vertrauten habe Schrempp getobt, als er von Äußerungen des Finanzvorstands auf einer Telefonkonferenz mit Analysten hörte, auf der Gentz die Zukunft der Marke Smart in Frage gestellt hatte. Auf die Frage, ob es denkbar sei, sich ganz von der Marke zu trennen, hatte Gentz geantwortet: "Unser Denken kennt niemals Grenzen. Daher muss man alle möglichen Alternativen in Betracht ziehen."

Diese Aussagen waren nicht mit dem Vorstand von DaimlerChrysler   abgestimmt und sind Schrempp zufolge auch falsch. Ein Ausstieg aus der Marke Smart sei keine Option. Für Smart sind die Äußerungen des Finanzmanagers fatal: Die Marke führt gerade ihr viersitziges Modell Forfour in wichtigen Märkten ein und eröffnet heute in Berlin das größte Smart-Center Europas.

Finanzvorstand Gentz brachte auch den neuen Mercedes-Benz-Chef Eckhard Cordes gegen sich auf. Denn er hatte zusätzlich gesagt, Mercedes-Benz verbessere die Qualität neuer Modelle und werde deshalb die Markteinführung der neuen C-Klasse, der E-Klasse sowie der M-Klasse um einige Wochen verschieben. Cordes befindet sich gerade auf der Abnahmefahrt für die neue M-Klasse, deren Einführung nicht verschoben wird.

Obwohl die Aussagen des Finanzvorstands dem Konzern möglicherweise einen Schaden zugefügt haben, werden sie für Gentz wohl kaum Folgen haben. Sein Vertrag endet am 31. Dezember. Ein Rausschmiss wenige Wochen zuvor gilt als unwahrscheinlich.