Smart-Geschäft Briten wollen den Roadster retten
Hamburg/Stuttgart - Die Investorengruppe aus Großbritannien trägt den Namen "Projekt Kimder". Wie DaimlerChrysler mitteilte, haben beide Parteien bereits in der vergangenen Woche eine Absichtserklärung über den Verkauf der Roadster-Rechte unterschrieben. Ein Vertrag über die Lizenz für Redesign, Produktion und Verkauf soll in den nächsten Monaten erarbeitet werden.
Das britische Konsortium möchte laut Mitteilung den Roadster und das Roadster Coupé unter anderer, noch ungenannter Marke weiterführen. Auch die nicht mehr benötigten Produktionsstätten für die beiden Modelle sollen verkauft werden. Sie befinden sich im französischen Hambach.
Das Kimber-Konsortium um David James hatte sich nach Medienberichten bereits vergeblich um den britischen Autobauer MG Rover bemüht. Der Bau kleiner zweisitziger Roadster hat in England Tradition.
Im Rahmen der Restrukturierung und der chronischen Verlust-Marke smart war im vergangenen Jahr beschlossen worden, die Produktion der beiden Modelle einzustellen. Bislang wurden vom Roadster nach Unternehmensangaben 35.000 Fahrzeuge verkauft. Er wurde im April 2003 auf den Markt gebracht.
Die viel wichtigere Frage, was aus der gesamten Marke smart wird, bleibt derweil offen. Der neue DaimlerChrysler-Chef Dieter Zetsche ließ mehrfach Berichte dementieren, wonach ein Käufer für smart gesucht wird. Die Probleme bei smart hatten im vergangenen Finanzjahr dazu geführt, dass die Mercedes Car Group insgesamt erstmals operativ in die Verlustzone gerutscht war.
Zetsche hatte auf der Bilanzpressekonferenz letzte Woche bekräftigt, dass die Sanierung der Kleinwagentochter voran komme. Sie solle im kommenden Jahr die Gewinnschwelle erreichen.
itz/Dow Jones/dpa-AFX/AP/dpa