Smarts Werbe-Gag: Rover will nicht mitlachen - DER SPIEGEL
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Smarts Werbe-Gag Rover will nicht mitlachen

Zu seinem fünfjährigen Jubiläum wollte Smart mit einer frechen Kampagne auf sich aufmerksam machen. Der Schuss ging nach hinten los: Konkurrent Rover fühlte sich diffamiert, Smart musste die Anzeigen einstampfen.
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Hamburg - Das Motiv, das vorige Woche in verschiedenen Tageszeitungen großformatig erschienen war, zeigt auf der linken Seite das Fahrrad, mit dem Rover 1877 die Fahrzeugproduktion begann. Überschrift: Rover nach fünf Jahren. Auf der anderen Seite ist die jüngst erweiterte Modellpalette von Smart zu sehen. Überschrift: Smart nach fünf Jahren.

Die Rover-Geschäftsführung war "not amused". "Eine Unverschämtheit. So etwas kann man mit uns nicht machen", sagte Jürgen Voss, Geschäftsführer von MG Rover Deutschland, gegenüber der Financial Times Deutschland". Immerhin aber habe sich Smart nach einem Schreiben des Rover-Anwalts sofort bereit erklärt, die Anzeige nicht mehr zu schalten.

Bei DaimlerChrysler in Stuttgart versucht man, die Aufregung zu glätten. Mit dem Motiv habe Smart verdeutlichen wollen, was man in nur fünf Jahren geschafft habe: eine Palette aus sechs Modellen und Varianten, sagte ein Sprecher der DaimlerChrysler-Vertriebsorganisation Deutschland. Auf gar keinen Fall aber habe man den britischen Konkurrenten beleidigen wollen. Das Motiv werde nicht mehr verwendet.

Für Rover ist der umstrittene Vergleich auf den zweiten Blick gar nicht so unschmeichelhaft. Schließlich gilt das abgebildete Fahrrad - 1877 von Rover-Vorläufer Starley & Sutton produziert - als bahnbrechende Konstruktion. Es läutete damals das Ende der Ära der kippligen Hochräder ein und dient noch heute als Standardbauweise für Fahrräder.