Sofico-Prellungen - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen
Zur Ausgabe
Artikel 34 / 74

Sofico-Prellungen

• aus DER SPIEGEL 3/1975
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Seit dem Zusammenbruch der spanischen Ferien-Apartment-Gesellschaft Sofico mußten die 7000 Sofico-Wohnungseigentümer bereits auf 30 Millionen Mark von der Firma garantierter Mieteinnahmen (jährlich zwölf Prozent der Kaufsumme) verzichten. Statt Mieten zu kassieren, werden sie wahrscheinlich künftig sogar jeden Monat 250 Mark je Apartment für Steuern und Verwaltungskosten nach Spanien überweisen müssen. Um sich vor weiteren Verlusten zu schützen, wollen die Geprellten eine eigene Vermieter-Organisation gründen. Ober die Deutsche Botschaft in Madrid wollen die Sofico-Hinterbliebenen zudem erreichen, daß Spaniens Touristikminister einen Staatskredit lockermacht, um stillgelegte Bauten und ein Geschäftszentrum in Marbella fertigzustellen. Die Spanier sind bei der Sofico-Affäre in arger Verlegenheit: Sofico-Chef E. P. Salmerón tauchte in der Karibik unter. Arias Navarro, der als Notar die Sofico-Garantieverträge unterzeichnete, ist heute spanischer Ministerpräsident.

Zur Ausgabe
Artikel 34 / 74