Software Aufsichtsratschef Plattner spricht von SAP-Verkauf
Orlando - Sollte ein interessantes Angebot eintreffen, wolle der Konzern sein Votum einzig vom wirtschaftlichen Sinn eines solchen Deals abhängig machen, nicht von Sentimentalitäten, sagte Plattner der "Financial Times Deutschland" (FTD). Hinsichtlich eines Verkaufs oder einer Fusion des im badischen Walldorf beheimateten Unternehmens müsse man emotionsfrei sein.
Plattner, der Aufsichtsratsvorsitzender von SAP ist, betonte, dass er im Sinne aller SAP-Aktionäre handeln müsse. "Wenn die Aktionäre der Meinung sind, dass eine irgendwie anders geartete Kombination besser ist als die Eigenständigkeit, dann passiert das", sagte Plattner. Der 62-Jährige selbst hält zwölf Prozent an dem Konzern, der an der Börse derzeit rund 51,7 Milliarden Euro wert ist.
Bei möglichen Fusionskandidaten oder Käufern von SAP denkt Plattner in großen Maßstäben: Infrage kämen nur IBM, Microsoft und Google . "Mehr sehe ich nicht", sagte Plattner. Der Aufsichtsratsvorsitzende stellte jedoch klar, dass sich derzeit zwischen keinem dieser Unternehmen und SAP eine Anbahnung abzeichnet.
IBM ist Technologie- und Beratungspartner von SAP. Angesprochen auf ein mögliches Fusionsszenario mit IBM meinte Plattner, er wolle kein Gerücht erfinden, denn es gebe keine Gespräche. "Ich will aber auch nicht sagen, dass ich die so wenig mag, dass ich mir das überhaupt nicht vorstellen kann", sagte Plattner.
ank/dpa-AFX