Software-Gigant Microsoft-Manager geht - und der Konzern muss umbauen
Seattle - Kevin Johnson ist abgewandert - und Microsoft spaltet seine größte Sparte in zwei Teile: "Plattformen" und "Dienstleistung" sollen nun getrennt werden.
Der hochrangige Manager Johnson trieb bei Microsoft die Pläne für eine milliardenschschwere Übernahme des Internetkonzerns Yahoo voran. Mit seinem Abgang erleidet das Online-Geschäft von Microsoft einen schweren Rückschlag: Johnson hatte bei den monatelangen Verhandlungen eng mit Microsoft-Chef Steve Ballmer zusammen gearbeitet. Angeblich wechselt Johnson zum Netzwerkausrüster Juniper Networks.
Die Microsoft-Geschäfte waren allerdings schon vorher ins Stocken geraten: Nach einer Einigung über die Besetzung des Yahoo-Führungsgremiums war ein Verkauf des Suchmaschinenbetreibers an Microsoft unwahrscheinlicher geworden. Microsoft hatte Yahoo zunächst für mehr als 47 Milliarden Dollar ganz kaufen wollen.
Als Yahoo ablehnte, strebte der Softwaregigant den Kauf eines 16-Prozent-Anteils sowie die Übernahme des Yahoo-Suchmaschinengeschäfts an. Doch auch dieses Vorhaben scheiterte.
cvk/Reuters