Solidarität: Audi-Chef kann Opel-Sanierer verstehen - DER SPIEGEL
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Solidarität Audi-Chef kann Opel-Sanierer verstehen

Martin Winterkorn, Vorstandschef von Audi, hält den Abschied von Opel aus der automobilen Oberklasse für mitverantwortlich für die massiven Probleme der GM-Tochter. Zugleich äußert er Verständnis für das harte Durchgreifen des US-Konzerns
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Stuttgart - "Man muss sich schon fragen, ob der bewusste Rückzug aus dem oberen Segment richtig war", sagte Audi-Chef Martin Winterkorn auf einer Veranstaltung der Amerikanischen Handelskammer am Freitag in Stuttgart. Opel sei für Audi nur noch am unteren Rand der Produktpalette ein Konkurrent.

In Deutschland ließen sich nur hochwertige Fahrzeuge rentabel herstellen, für billige sei der Standort zu teuer, sagte Winterkorn. "In den oberen Segmenten verdient man einfach mehr pro Fahrzeug."

Der Audi-Chef äußerte zugleich Verständnis für das harte Durchgreifen der GM-Führung. "Wir verfolgen mit Schrecken, was derzeit mit Opel passiert. Aber ich verstehe, was GM macht. Man kann Verlusten nicht jahrelang zusehen", sagte Winterkorn.

Die Drohung, Werke zu schließen, zeige, "wie hart die Bandagen sind, mit denen derzeit gekämpft wird", sagte er. "Die Situation wird durch Streiks allerdings nicht besser", fügte der Audi-Chef mit Blick auf die Arbeitsniederlegungen in Bochum hinzu.

Opel-Betriebsrat Franz: Verhandlungen dauern Wochen

Opel-Gesamtbetriebsratschef Franz rechnet unterdessen mit mehrwöchigen Gesprächen über ein Sanierungspaket für den Autobauer. "Die Verhandlungen werden noch ein paar Wochen in Anspruch nehmen", sagte Franz der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung".

Die Diskussionen seien konstruktiv. Für die Verhandlungen gelte eine Regel des Autobaus: Qualität vor Stückzahl. Franz begrüßte Signale aus der Opel-Führung, wonach es vor allem um Kostenreduzierungen und nicht primär um Stellenabbau gehe.