Solidarität: Unternehmen sammeln Spenden - DER SPIEGEL
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Solidarität Unternehmen sammeln Spenden

Nach den verheerenden Terroranschlägen in den USA beginnen die Unternehmen jetzt, Spenden zu sammeln. Schweizer Banken beteiligen sich daran mit 500 Millionen Dollar.
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Lugano - Das wurde am Freitag auf dem Schweizerischen Bankierstag in Lugano bekannt gegeben, an dem rund 500 Banker und Gäste teilnahmen. Das Geld soll den Hinterbliebenen der verunglückten Polizisten und Feuerwehrleute zugute kommen.

Die Schweizer Bankiersvereinigung wies noch einmal darauf hin, dass sich nach ihrer Kenntnis in der Schweiz keine Gelder des als Drahtzieher der Anschläge von New York und Washington verdächtigten Osama Bin Laden befinden.

Zuvor hatten auch in anderen Ländern Unternehmen Spenden in Höhe von insgesamt rund 50 Millionen US-Dollar angekündigt. Nach Bertelsmann, Microsoft und DaimlerChrysler teilten auch der Computerkonzern Hewlett-Packard, der Autohersteller Ford, der Unterhaltungskonzern Sony und mehrere Mineralölkonzerne mit, Hilfsorganisationen, Angehörige der Opfer und das Rote Kreuz mit Beträgen in Millionenhöhe zu unterstützen.

Hewlett-Packard will dem Roten Kreuz drei Millionen Dollar zukommen lassen und zusätzliche Spenden von Mitarbeitern auf weitere zwei Millionen Dollar aufstocken. Außerdem würden die Ermittlungsbehörden und New Yorker Bergungstrupps mit Computern ausgestattet. Ford will eine Million Dollar zahlen und Spenden von Mitarbeitern jeweils verdoppeln. Zudem sollten die 70.000 Beschäftigten der Werke im US-Bundesstaat Michigan zu Blutspenden aufgerufen werden. Sony will vier Millionen Dollar spenden, die Mineralölkonzerne Texaco, Chevron und Amerada Hess jeweils fünf Millionen.

Die Einzelhandelskette Home Depot kündigte an, zusätzlich zu einer Spende von einer Million Dollar in ihren Filialen Geld zu sammeln und dort zusammen mit dem Roten Kreuz Kunden auch das Blutspenden zu ermöglichen. Der Internet-Buchhändler Amazon.com hat auf seiner Website zu Spenden für das Rote Kreuz aufgerufen und eigenen Angaben zufolge bis Donnerstagabend rund 3,4 Millionen Dollar erhalten.

Zu den weiteren bekannten Spendern gehören der Wasch- und Lebensmittelkonzern Unilever, die Finanzholding FleetBoston und der Hersteller von Medizintechnik Abbott Laboratories. Abbott habe zudem schon am Dienstag sieben 40-Tonnen-Laster mit Krankenhaus-Bedarf und Medikamenten sowie 650 Portionen Spenderblut nach New York geschickt, teilte das Unternehmen mit.

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